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"Schrecklich": Rafael Nadal rechnet mit seinem Kult-Look ab

Lange Shorts, ärmellose Oberteile, lange Haare und ein Bandana um den Kopf – dieser Look wurde einst zum Markenzeichen von Rafael Nadal (40) auf dem Tennisplatz. Knapp zwei Jahre nach seinem Karriereende blickt der Spanier nun im Gespräch mit GQ allerdings alles andere als begeistert auf seine früheren Outfits zurück. "Wenn man es heute sieht, ist es für mich schrecklich. Das ist die Wahrheit", urteilt der 22-fache Grand-Slam-Sieger über seine damalige Garderobe. Bereuen will er die gewagten Outfits trotzdem nicht – schließlich machten sie ihn unverwechselbar. "In gewisser Weise habe ich damals meine Identität geschaffen. Man erkannte mich daran, dass ich diese wilden Sachen trug, mit den langen Haaren, dem Bandana", erklärt er weiter. Aus heutiger Sicht ein modisches Wagnis, damals ein Markenzeichen, an dem man ihn schon aus der letzten Zuschauerreihe erkannte.

Während seiner gesamten Laufbahn stand Rafael bei Nike unter Vertrag und redete bei der Gestaltung seiner Tenniskleidung mit. Die Kollektionen wurden dabei rund eineinhalb Jahre im Voraus geplant. Gerade zu Beginn traf er seine Entscheidungen anhand digitaler Bilder – Materialien und Farben wirkten in der Realität allerdings teils völlig anders. Nach einigen Fehlgriffen bestand der Sportler deshalb darauf, Stoffe und Farbtöne künftig vorab persönlich in Augenschein zu nehmen. Mit den späteren, oft knallbunten Looks war er deutlich zufriedener. Zahlreiche Stirnbänder, Schuhe und Shirts sind inzwischen in seiner Akademie und dem dazugehörigen Museum in Manacor auf Mallorca ausgestellt. Seine Liebe zu kräftigen Farben ist übrigens geblieben: Beim Event zum zehnjährigen Jubiläum seiner Akademie trat er in einem Neonshirt mit seinem bekannten Bullenlogo an. Dort schlug er gemeinsam mit Carlos Moyá, David Ferrer und Richard Gasquet unter anderem gegen Andy Murray (39), Dominic Thiem (33) und Fabio Fognini auf – und gewann mit seinem Team die Doppeltiebreakserie des ersten Rafa Nadal Academy Slam.

Mit seinem wilden Auftreten bildete Rafael bewusst einen Gegenpol zu seinem langjährigen Rivalen Roger Federer (45). Der Schweizer setzte auf dem Court meist auf klassische Eleganz und trug in Wimbledon über seinem Matchoutfit mitunter sogar Strickjacken oder Blazer. "Bei Roger war alles ein bisschen perfekter und klassischer. Und dann kam ich, die Haare überall, und sagen wir ... ein bisschen wilder. Nicht so ... orthodox", beschrieb Rafael den Kontrast gegenüber GQ. Diese stilistische Abgrenzung gefiel ihm damals durchaus: "Ich habe diesen Teil genossen, auch wenn ich 20 Jahre später anders darauf blicke." Auch gegenüber The Athletic ordnete der frühere Tennisprofi das Duell der Garderoben ein: "Er trug ein etwas klassischeres Outfit. Ich war ein bisschen jünger, er war hinsichtlich seines Spielstils eleganter."

Getty Images Rafael Nadal beim Davis Cup 2024
Rafael Nadal beim Davis Cup 2024
Getty Images Rafael Nadal spielt am 3. September 2004 bei den US Open in New York gegen Andy Roddick
Rafael Nadal spielt am 3. September 2004 bei den US Open in New York gegen Andy Roddick
Michael Dodge/Getty Images Rafael Nadal & Roger Federer bei den Australian Open 2017
Rafael Nadal & Roger Federer bei den Australian Open 2017

Nadal nennt seinen früheren Look "schrecklich" – wie seht ihr das?

Viel zu streng! Sein wilder Look war damals richtig cool.
Da hat er recht – modisch war das kein Volltreffer.
Nicht schön, aber Kult – genau das machte den Look aus!

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