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Plötzlich wieder Ulreich? Bayern droht der Torwart-Notfall
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Manuel Neuer fehlt, Jonas Urbig wird nach seinem Zusammenprall gegen Dortmund untersucht. Bei Bayern könnte deshalb ausgerechnet Sven Ulreich wieder in den Fokus rücken.

Während der FC Bayern die Ausfälle in seiner Offensive verkraften muss, droht vor dem Champions-League-Spiel bei Atlético Madrid auch im Tor ein Engpass. Manuel Neuer kämpft weiterhin mit Fußproblemen, nun wird auch Jonas Urbig nach seinem heftigen Zusammenprall im Klassiker untersucht. Sollten beide nicht zur Verfügung stehen, wäre Sven Ulreich gefragt. Für den Routinier wäre es eine Situation, die er aus diesem Jahr bereits kennt.

Bei Neuer deutet sich nach Informationen der BILD an, dass die Partie am Dienstag noch zu früh kommen könnte. Der Kapitän soll erst zurückkehren, wenn er vollständig fit ist. Seine knappe Antwort „Ich hoffe es!“ auf die Frage nach einem Einsatz in Madrid ließ nach dem Dortmund-Spiel noch alles offen.

Hinzu kommt die Ungewissheit um Urbig. Der Torhüter bekam beim 2:2 die Knie von Carney Chukwuemeka ins Gesicht und wirkte anschließend kurzzeitig benommen. Zwar konnte er weiterspielen. Die Münchner beobachten laut BILD aber genau, ob nachträglich Beschwerden auftreten. Bei Anzeichen einer Gehirnerschütterung soll kein Risiko eingegangen werden.

Ein Ausfall Urbigs steht damit bislang nicht fest. Die Konstellation könnte jedoch dazu führen, dass Ulreich ausgerechnet in einem anspruchsvollen Champions-League-Auswärtsspiel zwischen die Pfosten rücken muss.

Ulreich musste zuletzt in Leverkusen ran

Dass die Bayern sich in einer solchen Situation auf ihre Nummer drei verlassen können, zeigte sich bereits im März. Damals fehlten Neuer und Urbig beim Bundesliga-Topspiel in Leverkusen. Ulreich übernahm und hatte mit mehreren starken Paraden erheblichen Anteil am 1:1. Besonders seine Reaktion gegen Ibrahim Maza in der Nachspielzeit sicherte den Münchnern den Punkt.

Dabei hatte der erfahrene Keeper vor diesem Einsatz mehr als 500 Tage auf einen Startelfplatz warten müssen. „Wenn man so lange nicht gespielt hat, braucht man ein paar Minuten, um wieder in den Rhythmus zu kommen, denn ein Spiel ist etwas anderes als das Training“, erklärte Ulreich damals bei Sky.

Jonas Urbig
IMAGO / ActionPictures

Genau darin läge auch bei einem möglichen Einsatz in Madrid die Herausforderung: ohne regelmäßige Spielpraxis unmittelbar funktionieren zu müssen. Der Auftritt in Leverkusen liefert den Bayern immerhin ein Beispiel dafür, dass Ulreich diese Aufgabe bewältigen kann.

Seine Rolle beschrieb er nach dem damaligen Spiel so: „Die Jungs kennen mich schon lange und vertrauen mir; sie wissen, dass ich immer da bin, wenn ich gebraucht werde.“

Noch hängt alles von der Entwicklung bei Neuer und Urbig ab. Doch während die Bayern vor allem um ihre verbliebenen Offensivkräfte bangen, könnte am Dienstag auch der Mann wichtig werden, der im Alltag meist im Hintergrund steht.

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