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Der BVB muss sich seit Jahren damit zufrieden gebeben, als erster Verfolger des FC Bayern zu gelten, aber keine Titel zu gewinnen. Es ist für die Bourssen fast unmöglich, an der Vormachtsstellung der Bayern zu rütteln, weil die Münchner zum einen mehr Geld haben und zum anderen die qualitativ stärkeren Spieler besitzen.
Die Dortmunder haben jedoch in der Vergangenheit gezeigt, dass sie durch kluge Transfers von entwicklungsfähigen Akteuren und eine starke Jugendarbeit durchaus zur Gefahr werden können. Vor dem großen Aufeinandertreffen mit dem FC Bayern am Samstagabend befinden die Schwarz-Gelben punktgleich mit dem Rivalen auf Rang zwei und es gibt durchaus Faktoren die dafür sprechen, dass sich die beiden Klubs auch zukünftig Kopf-an-Kopf-Duelle liefern könnten.
Während beim FC Bayern mit Lennart Karl nur einen U20-Spieler gibt, der regelmäßig Chancen erhält, klopfen beim BVB gleich sechs Akteure an - und könnten eine große Zukunft vor sich haben. Sicherlich ist der Weg einiger dieser Spieler ungewiss, jedoch fehlt es ganz gewiss nicht am Potenzial.
Was wird aus Luca Reggiani? Diese Frage ist kaum zu beantworten, weil der Werdegang so kurios ist. In der Vorsaison erhielt der 18 Jahre alte Innenverteidiger bemerkenswert viel Spielzeit und schien auf dem Weg zu sein, Stammspieler zu werden. Zudem debütierte er in der italienischen A-Nationalmannschaft.
Im Sommer fiel Reggiani in der Hierarchie jedoch zurück und wurde mit einem Wechsel nach Italien in Verbindung gebracht. Der 1,94 Meter große Verteidiger kam in der laufenden Bundesliga-Saison erst einmal zum Einsatz.
Von außen betrachtet ist Reggiani ein robuster und spielintelligenter Innenverteidiger und hat für seine 18 Jahre schon viel Erfahrung gesammelt. Nun stellt sich die Frage: Hat Reggiani nur ein kleines Down oder kann er schon bald an das anknüpfen, was er in der Vorsaison versprochen hat.
Der BVB hat sich die Dienste von Kauã Prates im Sommer gesichert und steckt große Hoffnungen in den Brasilianer. Der 18-Jährige soll eigentlich langsam herangeführt werden, hat für die Profis aber bereits debütiert.
Prates ist körperlich schon extrem weit für sein Alter und stabil in den Zweikämpfen. Zudem bringt er Mut und Offensivdrang mit, wenngleich noch ein wenig der Output fehlt, weil seine Ballkontrolle und seine Flanken noch verbesserungswürdig sind.
Prates kann sowohl als Innenverteidiger als auch als Linksverteidiger den Durchbruch schaffen, was ihn doppelt interessant macht. Noch gilt es aber abzuwarten, wo die Reise hingeht, jedoch sind die ersten Anzeichen vielversprechend.
Der erst 17 Jahre alte US-Amerikaner hat seit seiner Ankunft in Dortmund im Jahr 2014 hervorragende Leistungen für die Junioren-Teams der Borussen gezeigt. Folgerichtig schaffte der offensive Mittelfeldspieler den Sprung ins Profi-Team und hat inzwischen auch schon viermal für die A-Nationalmannschaft der USA gespielt.
Der schnelle und dribbelstarke Youngster muss noch ein wenig robuster werden, hat ansonsten aber alle wichtigen Fähigkeiten. Nicht umsonst wird Albert bereits von großen Klubs wie PSG, Arsenal und vor allem Manchester City umgarnt. Die Skyblues sollen bereit sein, 20 Millionen Euro zu zahlen, jedoch ist Dortmund gut beraten, das Angebot abzulehnen. Albert kann in Dortmund zum Shootingstar werden.
Der Italiener kam im Sommer 2024 von Atalanta Bergamo nach Dortmund und konnte auf Anhieb zeigen, dass er enorm viel Potenzial mitbringt. Inzwischen steht der 18-Jährige, der bevorzugt als hängende Spitze zum Einsatz kommt, bei elf Pflichtspielen für die Borussen, in denen er drei Tore erzielt hat. Zwei davon stammen aus dem Pokal-Match gegen den HEBC Hamburg.
Der einmalige italienische Nationalspieler ist fußballerisch stark, schnell und mit dem nötigen Killer-Instinkt gesegnet. Ein wenig fehlen ihm jedoch noch die Reife, die körperliche Robustheit und der Einsatz im Spiel gegen den Ball. Sollte er an den besagten Defiziten arbeiten, hat er schon jetzt die Chance auf viele Einsätze von Beginn an. Inácio ist definitiv ein Top-Talent und könnte eines Tages eine wahre Offensiv-Waffe werden.
Der BVB ließ sich die Dienste von Ex-Salzburg-Youngster Joane Gadou stolze 20 Millionen Euro kosten. Schon jetzt kann man sagen, dass sich die Investition gelohnt hat. Der 19-Jährige hat auf Anhieb den Sprung in die erste Elf geschafft und verteidigt abgesehen von ein paar kleineren Wacklern sehr konsequent und hat auch keine Angst vor Duellen mit den absoluten Top-Spielern.
Gadou ist 1,95 Meter groß und trotzdem schnell auf den Beinen und erstaunlich beweglich. Zudem verfügt er über sehr gute Anlagen im Spielaufbau, selbst wenn er sich von Nico Schlotterbeck sicherlich noch das eine oder andere abschauen kann.
Als Ex-Salzburger, französischer U21-Nationalspieler und athletischer Innenverteidiger erinnert Gadou an Dayot Upamecano und Ibrahima Konaté. Ob er eine ähnliche Entwicklung nehmen kann?
Zwar verlief der Start von Konstantinos Karetsas beim BVB auch aufgrund von körperlichen Zwischenfällen durchwachsen, jedoch war auf den ersten Blick klar, dass der 18 Jahre alte Grieche außergewöhnlich begabt ist.
Der offensive Mittelfeldspieler überzeugt mit seiner feinen Technik, seinen präzisen Zuspielen und einer trotz seiner Jugend schon äußerst reifen Spielweise.
Der 30-Millionen-Mann wird früher oder später beim BVB zum absoluten Leistungsträger aufsteigen. Ist ein Spieler mit 18 Jahren schon derart gut, kann er sogar zum absoluten Weltstar werden. Karetsas ist das BVB-Gesicht der Zukunft. Bleibt nur zu hoffen, dass die Verantwortlichen den Youngster lange halten können.