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Nach der Pleite gegen Eintracht Frankfurt läuft der 1. FC Köln Gefahr, einen unrühmlichen Rekord aufzustellen. Said El Mala ist im Anschluss mächtig angefressen und schlägt Alarm.
Durch die 0:1-Niederlage sind die Geißböcke bereits seit 16 Auswärtsspielen sieglos. Gelingt auch beim nächsten Aufritt auf fremdem Terrain (1. November gegen Union Berlin) kein Sieg, stellt der FC einen persönlichen Horrorrekord ein. 17 Partien in Serie ohne Dreier außerhalb der eigenen vier Wände blieben die Kölner zuletzt in der Saison 2003/04, als der Verein in der gesamten Spielzeit nicht einmal auswärts gewann und letztlich als Tabellenschlusslicht abstieg.
Zuletzt gewann Köln in der Bundesliga am 3. Oktober unter Ex-Trainer Lukas Kwasniok (1:0 gegen die TSG Hoffenheim). Bei El Mala schrillen deshalb die Alarmglocken. "Das ist extrem gefährlich. Wenn wir auswärts keine Punkte holen, wird es schwer, generell genügend Punkte in der Liga zu sammeln", sagte er am Sky-Mikrofon. Gleichwohl gab sich der junge Angreifer zuversichtlich: "Aber irgendwann wird der Knoten platzen und dann werden wir auch auswärts punkten. Das ist nur eine Frage der Zeit."
Dabei war der von großem Verletzungspech gebeutelte FC lange drauf und dran, einen Punkt aus Frankfurt zu entführen, ehe Younes Ebnoutalib die kriselnde Eintracht in Minute 77 zum Sieg schoss. Ohne die verletzten Stürmer Thijs Dallinga (26/Kreuzbandriss) und Ragnar Ache (28/Muskelfaserriss) fehlte es letztlich Köln letztlich an Durchschlagskraft. Unter anderem vergab El Mala, den Coach Rene Wagner notgedrungen als Neuner aufbot, eine vielversprechende Chance.
"Wir haben vielleicht die beste Halbzeit unserer Saison gespielt, konnten uns aber nicht belohnen. Hinten haben wir alles wegverteidigt und waren griffiger in den Zweikämpfen. Ich glaube, Frankfurt war schon ziemlich platt, sodass wir zur Halbzeit ein gutes Gefühl hatten. Dann kommen wir aus der Kabine und Frankfurt ist auf einmal vielleicht ein Stück griffiger als wir oder hat noch einmal mehr Motivation bekommen", erklärte El Mala ernüchternd.
"Frust" mache sich allerdings noch nicht breit, erklärte der 20-Jährige: "Wir haben immer noch ein gutes Spiel hingelegt. Es ist ja nicht so, dass wir hier hingefahren sind und komplett abgeschossen wurden. Ich glaube, wir haben es Frankfurt extrem schwer gemacht. Für mich persönlich gab es eine Chance, bei der ich vielleicht ein bisschen ruhiger hätte sein müssen. Vielleicht war ich da etwas zu hektisch. Aber man muss auch verstehen, dass es nicht so leicht ist, wenn ich aus der eigenen Hälfte loslaufe. Das sind meine Themen." Dennoch tue es "einfach unfassbar weh, dass wir hier verloren haben".
Außerdem räumte El Mala mit der Annahme auf, dass die Kölner Offensive nach seiner überraschenden Vertragsverlängerung im Sommer zu sehr von ihm abhängig sei. "Nein, überhaupt nicht. Ich finde es auch Quatsch, wenn man sowas sagt. Ich spiele schließlich nicht alleine gegen elf Spieler. Ohne die Mannschaft wäre mein bisheriger Erfolg auch nicht möglich gewesen. Deswegen finde ich es Quatsch, so etwas zu sagen. Wir spielen hier als Mannschaft und nicht als einzelne Spieler. Ich glaube, das sieht man auch", betonte er.
Am kommenden Wochenende können die Kölner im Heimspiel gegen den FC Schalke 04 Wiedergutmachung betreiben, ehe es nach Berlin geht. Kurios: Wenige Tage zuvor kommt es im Rheinenergiestadion bereits im DFB-Pokal zum Duell mit den Eisernen. Springt auch beim Wiedersehen in der Bundesliga kein Sieg heraus, droht der FC indes den eigenen Horrorrekord zu "toppen". Nach der Länderspielpause wartet am 20. November ausgerechnet ein Gastspiel beim FC Bayern München.