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Alexander Zverev gegen Boris Becker: Tennis-Nummer-1- kontert Kritik
Ärger im Tennis :
Zverev kontert Becker: „Erzählt wie immer relativ viel Blödsinn“

Boris Becker stellt Vermutungen an, warum Alexander Zverev aus seiner Sicht in Deutschland nicht so beliebt erscheint. Die neue Nummer eins der Tennis-Weltrangliste antwortet scharf.

Gemeinsame Zeiten: Alexander Zverev (links) und „Head of Men’s Tennis“, Boris Becker, 2020 bei einem Turnier

Alexander Zverev hat Aussagen von Boris Becker, dass die deutsche Nummer eins der Tennis-Weltrangliste trotz der aktuellen Erfolge nicht so beliebt erscheint, am Mittwoch scharf gekontert.

„Ich glaube, dass er wie immer relativ viel Blödsinn erzählt. Ich weiß nicht, was bei ihm gerade vorgeht, aber ich habe so das Gefühl, dass er alles kommentieren muss, was ich mache“, sagte Zverev nach seinem Aus in der zweiten Runde des Masters-Turniers von Paris. „Ich glaube, dass er momentan nach allem sucht, um mich ein bisschen runterzumachen. Kann er machen, ist seine Wahl.“

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Auf die Frage in einem „Spiegel“-Interview, wieso Zverev bisher in Deutschland nicht so die Herzen zufliegen würden, hatte Becker mehrere Vermutungen geäußert. So sagte der 58-Jährige unter anderem, dass er Zverev in Interviews auf Deutsch oft als schroff und abgehackt empfinde, „gegenüber Journalisten auch nicht gerade freundlich“.

„Seine Eltern kommen aus Russland, er spricht auf dem Platz russisch mit seiner Box. Politisch äußert er sich überhaupt nicht zum Krieg in der Ukraine, was ich persönlich verstehe, aber es kommt natürlich nicht so gut an“, sagte Becker. Auch an Zverevs Goldketten stieß sich der dreimalige Wimbledonsieger. „Wenn ihm wichtig ist, dass er mehr respektiert wird und vielleicht sogar geliebt, vor allem in seinem Heimatland Deutschland, dann muss er etwas dafür tun“, sagte Becker.

„Ich fand komisch, dass er der Meinung ist, dass ich mich politisch äußern sollte. Warum auch immer“, sagte Zverev dazu. „Ich habe da eine sehr klare Meinung zu. Mich hat nie jemand danach gefragt. Ich werde nicht auf Instagram gehen und da irgendwelche Kommentare abgeben. Das bin ich nicht, das habe ich noch nie gemacht, das werde ich auch nie machen.“

Zudem sagte Becker, dass die Zuschauer in den vergangenen drei Grand-Slam-Finals von Zverev jeweils überwiegend aufseiten des Gegners gewesen seien. „Ich fand, dass in Paris 70 Prozent der Leute für mich waren. In Wimbledon habe ich gegen Jannik Sinner gespielt, da war es relativ 50:50“, sagte Zverev. Lediglich in New York seien die Fans logischerweise überwiegend für den Amerikaner Ben Shelton gewesen.

Zverev betonte, dass er nur kleine Ausschnitte des Interviews von Becker gelesen habe. In Paris scheiterte der 29-Jährige gegen den Italiener Lorenzo Musetti mit 6:7 (5:7), 2:6 bereits zum Auftakt. Am Montag hatte Zverev als erster männlicher deutscher Tennisprofi seit Becker die Spitze der Weltrangliste übernommen.

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