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Der neue Tennis-Thronfolger Alexander Zverev kassiert bei seinem Debüt als Nummer eins der Welt eine 6:7, 2:6-Pleite gegen Lorenzo Musetti und teilt danach scharf gegen Boris Becker aus.
So hat sich der neue König des Tennis-Zirkus seinen Einstand absolut nicht vorgestellt. Alexander Zverev patzte bei seinem ersten Auftritt als neu gekrönte Nummer eins der Welt beim ATP-Masters in Paris völlig überraschend gegen den Italiener Lorenzo Musetti. Der Hamburger unterlag nach 1:42 Stunden glatt mit 6:7 (5:7), 2:6 in zwei Sätzen und musste damit als fünfter Profi der Historie bei seiner Premiere an der Weltspitze eine Niederlage einstecken – ohne dabei auch nur einen Satz zu gewinnen.
Auf der anschließenden Pressekonferenz redete der frisch gebackene Branchenprimus nicht lange um den heißen Brei herum. "Um es einfach zu sagen: Er hat wirklich gut gespielt und ich wirklich schlecht", lautete Zverevs knallhartes Fazit, der sein Match als eines der schlechtesten der vergangenen Monate bezeichnete. Neben der eigenen Leistung nervte den zweimaligen Grand-Slam-Champion der Saison allerdings vor allem die anhaltende Debatte um seinen verdienten Spitzenplatz: "Ich habe das Gefühl, dass ich der einzige Weltranglistenerste in der Geschichte des Tennis bin, der erklären muss, warum es okay ist, dass ich die Nummer eins bin. Ich denke, ich verdiene es, dort zu stehen, wo ich stehe", stellte Zverev klar.
Besonders scharf reagierte Zverev im Anschluss auf die jüngsten Aussagen der deutschen Tennis-Legende Boris Becker, der den Hamburger zuvor wegen fehlender politischer Statements, schroffer Deutsch-Interviews und mangelnder Beliebtheit kritisiert hatte. "Ich weiß nicht, was bei ihm gerade vorgeht, aber ich habe das Gefühl, dass er alles kommentieren muss, was ich mache", polterte der 30. Weltranglistenerste der Geschichte. Auch Beckers Forderung nach politischen Äußerungen erteilte er eine Absage und konterte direkt: "Ich glaube, er sucht im Moment einfach nach allem, um mich ein bisschen runterzumachen". Zum historischen Sprung an die Spitze gratulierte Becker dem Hamburger übrigens nicht persönlich.