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Rodolfo Cardoso hatte am Sonnabend einen Grund zum Feiern. Der Trainer der HSV-Frauen zelebrierte seinen 58. Geburtstag. Auf die persönlichen Glückwünsche seiner Familie musste sich Cardoso aber noch ein wenig gedulden. Der Argentinier war mit den Hamburgerinnen beim 1. FC Köln in der Frauen-Bundesliga zu Gast. Ein weiteres Geburtstagsgeschenk blieb dabei allerdings aus. Die HSV-Frauen verloren 1:3 gegen den „Effzeh“.
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Fast zwei Wochen nach der 1:2-Niederlage gegen den VfL Wolfsburg mussten die Hamburgerinnen noch immer ohne eine Vielzahl verletzter Spielerinnen auskommen. Mit einem ausgedünnten Kader wollten die HSV-Frauen trotzdem die nächsten wichtigen Punkte im Abstiegskampf einsammeln. Es war allerdings ausgerechnet der Name „Bremer“, der ihnen das Geburtstagsgeschenk für ihren Trainer versaute. Pauline Bremer, Stürmerin der Geißböcke, traf bereits im ersten Durchgang doppelt und brachte die Kölnerinnen auf die Siegerstraße.
In der 19. Minute stach sie das erste Mal zu. Beim ersten gut gespielten Angriff der Kölner wurde Bremer im Strafraum gefunden, drehte sich auf und verwandelte eiskalt ins lange Eck. Die Hamburger Abwehr ließ ihr dabei zu viel Platz. Nur wenige Minuten später traf Bremer erneut. Nach einem Hamburger Ballverlust spielten es die Kölnerinnen schnell aus und fanden die 30-Jährige am Rande des Strafraums. Die Stürmerin legte sich den Ball noch einmal vor und schweißte den Ball unhaltbar aus 16 Metern oben links in den Knick ein (25.). Mit einem verdienten 0:2-Rückstand ging es in die Pause.
Dabei hatten die HSV-Frauen selbst die Möglichkeit, früh im Spiel in Führung zu gehen. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld lief Camilla Linberg in der neunten Minute über 30 Meter alleine auf Köln-Torhüterin Lisa Schmitz zu. Die Norwegerin hatte aber anscheinend zu viel Zeit, um nachzudenken, und scheiterte an Schmitz. Abgesehen davon blieben die offensiven Bemühungen der HSV-Frauen jedoch ohne nennenswerte Aktion.
Auch im zweiten Durchgang blieben die Hamburgerinnen zunächst harmlos. Immer wieder verloren sie den Ball zu leicht im Spielaufbau, sodass sie nie den nötigen Druck für eine Aufholjagd erzeugen konnten. Köln kontrollierte das Spiel weitestgehend ohne große Probleme und versuchte den HSV auszukontern. Stattdessen konnte Cardoso einen weiteren Namen auf seine Verletztenliste setzen. Jonna Wrede wurde im zweiten Durchgang verletzt ausgewechselt.
Zu allem Überfluss holte sich Magou Doucouré in der 74. Minute die gelb-rote Karte ab. Es war die Anzahl der vielen kleinen Fouls, die Schiedsrichterin Anna-Lena Heidenreich davon überzeugte, die Französin vom Platz zu stellen. Statt die Partie damit endgültig zu entscheiden, weckte der Platzverweis die HSV-Frauen auf. Nur zwei Minuten später fand ein abgefälschter Schuss von Stoldt den Weg ins Kölner Tor.
Die Aufholjagd der Hamburgerinnen kam aber zu spät. Stattdessen krönte Bremer ihren starken Auftritt um traf zum dritten Mal. Ihre Flanke von der linken Seite rutschte ohne weitere Berührung ins Tor. Das 3:1 war schließlich die Entscheidung. Auswärts bleiben die HSV-Frauen damit in dieser Saison noch punktlos. Gut, dass das nächste Spiel am kommenden Sonntag (17 Uhr) gegen Union Berlin wieder ein Heimspiel ist.