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Ski Alpin: Riesenslalom-Auftakt in Sölden - DSV-Hoffnungsträger im Check

Seit 2018 wartet der DSV auf einen deutschen Riesenslalom-Sieg im Weltcup. Doch Emma Aicher, Lena Dürr, ein starkes Männer-Trio und ein neues Gesicht machen Hoffnung.

Seit 2018, als Stefan Luitz im US-amerikanischen Beaver Creek gewann, wartet der Deutsche Skiverband auf einen Sieg im Riesenslalom. Doch seit der vergangenen Saison wächst die Hoffnung auf ein Ende der Durststrecke.

Diese Hoffnung trägt gleich mehrere Namen: Anton Grammel, Jonas Stockinger und Fabian Gratz mischten bei den Männern vorne mit, Emma Aicher und Lena Dürr etablierten sich in der erweiterten Riesenslalom-Weltspitze. Ein Überblick über die deutschen Chancen vor dem Weltcup-Auftakt in Sölden:

Aicher und Dürr auf der Jagd nach dem Riesenslalom-Podest

Allround-Ass Emma Aicher wurde beim Riesenslalom in Are Vierte und fuhr plötzlich auch in ihrer vermeintlich schwächsten Disziplin vorne mit. Slalom-Spezialistin Lena Dürr zeigte Riesenslalom-Konstanz und Top-Ergebnisse: Sechste in Copper Mountain, zwei zehnte Plätze und dazu fast die Sensation bei Olympia. Nach dem ersten Durchgang lag die Athletin vom SV Germering auf dem sensationellen zweiten Platz. Nach zwei Schnitzern gab sie die Medaille jedoch aus der Hand.

Gratz hat Odermatt und Co. schon mal geschlagen

Bei den Männern war Gratz in Alta Badia dem Podium am nächsten. Im zweiten Durchgang zog der gebürtige Starnberger die Bestzeit in den Schnee – war in dem Lauf über eine Sekunde schneller als Dominator Marco Odermatt und als der spätere Gewinner der Riesenslalom-Kugel Lucas Pinheiro Braathen. Auch dieses Jahr will Gratz angreifen. Die Vorbereitungen sind gut verlaufen, verriet er im BR24Sport-Interview. Leichte Probleme habe er hingegen mit dem Knie. Eine Sehnenentzündung zwang ihn zuletzt immer wieder zu Trainingspausen, für Sölden fühlt er sich aber bereit.

Anton Grammel will sich steigern

Anton Grammel will an die starken Top-Ten-Ergebnisse der vergangenen Saison anknüpfen. "Pünktlich zum Saisonstart in Sölden bin ich wieder ganz gut in Form", verriet der 28-Jährige im BR24Sport-Interview. Dabei verlief der Start in die Sommervorbereitung nicht optimal: Nach der anstrengenden Saison ging es ihm gesundheitlich zunächst nicht gut. Inzwischen blickt Grammel jedoch zuversichtlich auf den Winter. Sein Ziel ist klar: "Ich hoffe, dass ich mich diese Saison noch einmal steigern und mich Richtung Podium arbeiten kann."

Jonas Stockinger: "Beste Vorbereitung, die ich jemals hatte"

Auch Jonas Stockinger blickt voller Zuversicht auf den Winter: "Es war fast die beste Vorbereitung, die ich jemals hatte. Ich fühle mich sehr gut." In der vergangenen Saison machte der Niederbayer mit konstanten Leistungen auf sich aufmerksam. Mit Rang elf im letzten Riesenslalom des Winters setzte er zum Abschluss ein Ausrufezeichen. Daran möchte der 26-Jährige in Sölden anknüpfen: "Ich würde gerne in die Top Ten fahren."

Alexander Schmid: Mit Routine zurück an die Weltspitze

Für Routinier Alexander Schmid gilt es in Sölden, zurück in Schwung zu kommen. Der Allgäuer hatte sich vergangene Saison im Januar einen Haarriss im Sprunggelenk zugezogen und in Folge dessen auch Olympia verpasst. Erst im März konnte er in den Weltcup zurückkehren. Ein konkretes Ziel möchte er daher nicht festlegen: "Ich möchte zeigen, was ich momentan draufhabe, das Bestmögliche draus machen und gut skifahren."

Die neue Hoffnung: Palamaras gibt Weltcupdebüt

Neu im Team ist Nickco Palamaras. Der Youngster hatte im Sommer für grandiose Ergebnisse gesorgt. Beim Südamerika-Cup konnte der 22-Jährige drei Riesenslalom-Rennen gewinnen und auch Weltcup-Athleten hinter sich lassen. In Sölden feiert er sein Weltcup-Debüt. Im BR24Sport-Interview sagte der Technik-Spezialist vom SC Garmisch: "Ich will einfach Spaß haben."

Wer hat im Team die Nase vorn?

In einem sind sich alle einig. Die Qualität im Team spornt an. "Dadurch, dass wir eine gute Mannschaft sind, vergleicht man sich in jedem Training", sagt etwa Schmid. Grammel stimmt zu: "Das hat uns die letzten Jahre allen geholfen. "

Wer intern die Nase vorn hat, wollten die fünf aber nicht verraten. "In den Trainings ist mal der, mal der, mal der der Schnellste", erzählte Stockinger. Wer "The Wall", wie der Steilhang von Sölden auch genannt wird, am schnellsten bezwingen wird, wird sich am Sonntag zeigen. Dann starten die Männer in die Weltcup-Saison. Die Frauen machen am Samstag den Anfang.

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