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In der 2. Klasse Mitte hat SPG Neue Heimat Linz/Edelweiss 1b das Heimspiel gegen SV Lichtenberg lange offen gehalten, am Ende setzten sich die Gäste aber mit 4:1 durch. Trainer Yannik Schicho sprach von einer über weite Strecken überlegenen Leistung seiner Mannschaft, die viele Chancen ungenutzt ließ, den späten Ausgleich zum 1:1 noch hinnehmen musste und den Sieg erst in der Nachspielzeit endgültig fixierte.
Schicho zeichnete nach dem Schlusspfiff ein Spiel nach, das für Lichtenberg eigentlich ordentlich begonnen hatte. „Wir haben von Anfang an ganz gute Torchancen vorgefunden, haben aber zu Beginn leider das Tor nicht gemacht“, sagte der Trainer. Dazu kam laut seiner Schilderung rund um die 15. Minute ein schwerer Rückschlag, weil ein Spieler seiner Mannschaft verletzt ausschied und mit der Rettung abtransportiert werden musste. Das habe die Stimmung verständlicherweise gedrückt und die Partie auch für seine Mannschaft verändert. Umso wichtiger war für die Gäste, dass sie vor der Pause doch noch zu ihrem Treffer kamen. Florian Schatzl erzielte in der 42. Minute das 0:1 und sorgte damit dafür, dass Lichtenberg mit einer Führung in die Kabine gehen konnte.
Auch nach Seitenwechsel hatte Schicho nicht den Eindruck, dass seine Mannschaft das Spiel aus der Hand geben würde. „Das Gefühl habe ich das ganze Spiel über gehabt, weil ich schon den Eindruck hatte, dass wir überlegen waren“, sagte er. Gleichzeitig sprach er aber genau jenen Punkt an, der die Partie lange offen hielt: „Wir haben den berühmten Sack nicht zugemacht.“ Lichtenberg kam weiterhin zu Möglichkeiten, nutzte sie aber nicht. Ab der 56. Minute musste Neue Heimat/Edelweiss 1b nach der Roten Karte gegen Emre Yilmaz in Unterzahl weiterspielen, doch selbst mit einem Mann mehr gelang es den Gästen zunächst nicht, den zweiten Treffer nachzulegen. Schicho hob trotzdem hervor, dass seine Mannschaft kompakt geblieben sei und sich vor allem defensiv ordentlich präsentiert habe.
Gerade weil Lichtenberg den zweiten Treffer lange nicht nachlegte, blieb die Partie bis in die Schlussphase hinein offen. Das zeigte sich dann auch in Minute 87, als Fabio Rathmanner für die Gastgeber zum 1:1 ausglich. Für Schicho war das in erster Linie deshalb ärgerlich, weil seine Mannschaft bis dahin vieles im Griff gehabt hatte und sich für den Aufwand nicht früher belohnt hatte. Die Antwort fiel diesmal aber sofort. Nach der zweiten Roten Karte gegen Neue Heimat/Edelweiss 1b, diesmal gegen Mert Yilmaz in Minute 89, nutzte Lichtenberg die doppelte Überzahl konsequent. Adrian Bertleff stellte in der 90. Minute auf 1:2, Dominik Leitner erhöhte in der Nachspielzeit auf 1:3 und Maximilian Schurm setzte mit dem 1:4 in der 96. Minute den Schlusspunkt. „Mit zwei Mann mehr haben wir den Sieg erzwungen“, sagte Schicho, der seine Mannschaft gerade für diese letzten Minuten lobte.
In seiner Analyse blieb der Lichtenberger Trainer trotz des klaren Endstands durchaus differenziert. Er sah in der Kompaktheit den größten Pluspunkt seiner Mannschaft und betonte, dass sie auch nach dem 1:1 nicht die Nerven verloren habe. „Wir waren sehr kompakt und sind trotz der vergebenen Chancen und trotz des Ausgleichs dran geblieben“, sagte Schicho. Gleichzeitig machte er kein Geheimnis daraus, wo er weiter ansetzen will: „Bei der Chancenauswertung würden wir uns leichter tun, wenn wir die Chancen früher nutzen würden.“ Auch den Gegner stufte er als „relativ kompakt“ und „griffig gegen den Ball“ ein. Zu den strittigen Szenen wollte er sich nicht groß äußern und meinte nur, es sei „sicher kein leichtes Spiel“ für den Schiedsrichter gewesen. Für Lichtenberg zählt am Ende vor allem der Ertrag: ein Auswärtssieg, vier Tore und weiter ein Platz in der Spitzengruppe.
96
Maximilian Schurm 1:4
93
Dominik Leitner 1:3
90
Adrian Bertleff 1:2
Fabio Rathmanner 1:1
Florian Schatzl 0:1