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Bundestrainer Jürgen Klopp hat die Torwartfrage für die kommenden Länderspiele gegen Serbien und die Niederlande beantwortet. Trotz der starken Konkurrenz durch Alexander Nübel und Jonas Urbig setzt der 59-Jährige weiterhin auf Marc-André ter Stegen. Der erfahrene Schlussmann soll auch bei den letzten beiden Länderspielen des Jahres zwischen den Pfosten stehen.
Im Rahmen der Vorstellung seines neuen 24-Mann-Kaders machte Klopp deutlich, dass die Entscheidung zugunsten des Keepers von Ajax Amsterdam nicht ausschließlich auf den aktuellen Leistungen basiert. Vielmehr spielen Erfahrung, Stabilität und die Anforderungen an das Torwartspiel eine entscheidende Rolle.
Dabei zeigte sich der Bundestrainer mit der Entwicklung seiner Torhüter insgesamt sehr zufrieden. Neben ter Stegen hätten auch Nübel und Urbig zuletzt überzeugende Leistungen gezeigt. Dennoch gibt es an der Hierarchie vorerst nichts zu rütteln.
„Marc ter Stegen geht als Nummer 1 jetzt in diese Spiele“, stellte Klopp im Gespräch mit dem DFB klar.
Der Bundestrainer begründete seine Entscheidung vor allem mit der Bedeutung von Konstanz und Erfahrung. „Da geht es auch nicht darum, wer hält jetzt gerade besser“, betonte Klopp. Bei Torhütern gehe es vielmehr um eine große Stabilität, die sie ausstrahlen müssten.
Neben den klassischen Fähigkeiten auf der Linie legt der frühere Liverpool-Trainer besonderen Wert auf das Spiel mit dem Ball. Gerade bei einer Mannschaft, die hoch verteidigt und das Spiel selbst gestalten möchte, kommt dem Torhüter eine zentrale Rolle zu.
Klopp verwies dabei auf die Fähigkeit, das eigene Aufbauspiel zu beeinflussen und gefährliche Situationen hinter einer hochstehenden Abwehr frühzeitig zu erkennen. In diesen Bereichen sieht er ter Stegen aufgrund seiner Erfahrung aktuell im Vorteil.
Für Bayern-Torhüter Jonas Urbig bedeutet die Entscheidung, dass er sich vorerst weiterhin mit einer Rolle hinter ter Stegen begnügen muss. Der junge Schlussmann gehört allerdings erneut zum Aufgebot und bleibt damit ein fester Bestandteil von Klopps Planungen.
Die aktuelle Entscheidung ist damit keineswegs als grundsätzliche Absage an Urbig zu verstehen. Vielmehr setzt Klopp für die anstehenden Aufgaben auf die Erfahrung ter Stegens, während Urbig weiterhin die Gelegenheit erhält, sich im Kreis der Nationalmannschaft zu empfehlen.
Für den Bayern-Keeper bleibt die Perspektive im DFB-Team somit bestehen. An der klaren Rollenverteilung für die beiden kommenden Länderspiele ändert das allerdings nichts.