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Für Marko Arnautović könnte sich der Kreis seiner langen Fußballkarriere bald schließen. Nach Stationen in den Niederlanden, Italien, England, China und Serbien steht möglicherweise eine Rückkehr in die österreichische Bundesliga bevor. Wie das serbische Fachmagazin „Czv Magazine“ berichtet, könnte der Angreifer Roter Stern Belgrad bereits in der kommenden Wintertransferperiode verlassen.
Noch ist nichts entschieden. Doch die sportliche und finanzielle Situation beim serbischen Meister könnte einen vorzeitigen Abschied begünstigen. Arnautović soll zudem mit dem Gedanken spielen, seine Karriere in seiner österreichischen Heimat ausklingen zu lassen.
Als Arnautović im Sommer 2025 nach Belgrad wechselte, waren die Erwartungen groß. Der erfahrene Stürmer sollte Roter Stern mit seiner internationalen Erfahrung zurück in die Champions League führen. Dieses Ziel wurde allerdings verfehlt. Zum zweiten Mal in Folge schaffte der serbische Meister den Sprung in die Ligaphase der Königsklasse nicht.
Auch auf europäischer Bühne blieb der erhoffte Erfolg bislang aus. In der Conference League kämpft Roter Stern auf Tabellenplatz 22 um den Einzug in die Play-offs.
Arnautović selbst kann durchaus auf persönliche Erfolgserlebnisse verweisen. Sieben Treffer in 16 Saisonspielen stehen für den 37-Jährigen zu Buche. Dennoch scheint seine sportliche Zukunft in Belgrad zunehmend ungewiss.
Hinzu kommt sein Gehalt. Mit kolportierten 2,5 Millionen Euro jährlich zählt der Österreicher zu den bestbezahlten Spielern der serbischen Liga. Sein Vertrag läuft am 30. Juni 2027 aus, eine Verlängerung gilt laut dem Bericht als unwahrscheinlich.
Will Roter Stern für den Angreifer noch eine Ablösesumme erzielen, wäre ein Transfer im Winter die letzte Gelegenheit. Im kommenden Sommer könnte Arnautović den Verein ablösefrei verlassen.
Neben den finanziellen Überlegungen könnte auch die sportliche Entwicklung für einen Wechsel sprechen. Bamba Dieng soll im Angriff mittlerweile die erste Wahl sein. Trainer Albert Riera bevorzuge für die künftige Ausrichtung der Mannschaft offenbar einen anderen Stürmertyp, heißt es in dem Bericht.
Damit könnte sich für Arnautović eine Situation ergeben, die vor wenigen Monaten kaum vorstellbar gewesen wäre: Statt als unumstrittener Hoffnungsträger in Belgrad zu bleiben, könnte er sich schon bald nach einer neuen Herausforderung umsehen.
Und diese könnte ausgerechnet in Österreich warten.
Besonders interessant erscheint eine mögliche Rückkehr zu Rapid Wien. Bereits vor seinem Wechsel nach Serbien war über ein Engagement bei seinem früheren Jugendklub spekuliert worden. Damals kam ein Transfer nicht zustande. Nun könnte das Thema erneut aktuell werden.
Allerdings wäre Rapid möglicherweise nicht der einzige Interessent. Auch der LASK wird als denkbare Adresse ins Spiel gebracht. Die Linzer könnten dem erfahrenen Angreifer eine sportlich reizvolle Perspektive bieten.
Besonders interessant wäre ein Zusammenspiel mit seinem ehemaligen ÖFB-Kollegen Saša Kalajdžić. Die beiden Angreifer könnten mit ihrer unterschiedlichen Spielweise ein außergewöhnliches Sturmduo bilden.
Ob einer der beiden österreichischen Bundesligisten tatsächlich konkrete Verhandlungen aufnehmen möchte, ist derzeit allerdings offen. Auch die Finanzierung eines solchen Transfers dürfte angesichts von Arnautovićs bisherigem Gehalt eine entscheidende Rolle spielen.
Eine Rückkehr nach Österreich ist keineswegs die einzige Option. Arnautović hat während seiner langen Karriere enge Verbindungen nach Italien aufgebaut. Besonders Bologna, wo er mehrere Jahre spielte, ist für ihn und seine Familie zu einer zweiten Heimat geworden.
Ein weiteres Engagement in der Serie A wäre deshalb ebenfalls denkbar.
Fest steht vorerst nur, dass die kommenden Monate für die sportliche Zukunft des 37-Jährigen entscheidend werden könnten. Nach seinem Abschied aus dem österreichischen Nationalteam stellt sich nun auch auf Klubebene die Frage, wo Arnautović die letzten Jahre seiner Karriere verbringen möchte.
Eine Rückkehr in die Bundesliga wäre dabei ein bemerkenswerter Abschluss seiner internationalen Laufbahn. Ob es tatsächlich dazu kommt, könnte sich schon im Winter zeigen.
(VOL.AT)