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Endlich wieder Revierderby! Die Duelle zwischen Borussia Dortmund und dem Lokalrivalen FC Schalke 04 zählen seit Jahrzehnten zu den absoluten Highlights im deutschen Fußball. Bevor es aber am Nikolaustag in Gelsenkirchen zum ersten Bundesliga-Aufeinandertreffen der beiden Ruhrgebiets-Giganten seit der Saison 2022/23 kommt, steht am 15. November bereits ein Revierderby in Dortmund an: Um 15 Uhr empfangen die BVB-Frauen Aufsteiger Schalke im altehrwürdigen Stadion Rote Erde zum Topspiel der Frauen-Regionalliga West.
Und die Partie des zwölften Spieltags verspricht nicht nur aufgrund ihres Namens beste Unterhaltung, auch die Tabellenkonstellation trägt ihren Teil dazu bei. Schwarz-Gelb thront nach elf Spielen noch ohne Punktverlust souverän an der Spitze, stellt die mit Abstand beste Offensive (53 Treffer) und Defensive (0 Gegentore) der Liga und scheint unaufhaltsam in Richtung Zweite Bundesliga zu marschieren. Da möchte Königsblau früher oder später auch hin. Nach dem verlorenen Verfolgerduell mit Bayer Leverkusens U23 beträgt der Rückstand – bei einem Spiel weniger – derzeit allerdings elf Punkte.
Will man den Meisterschaftskampf noch irgendwie offen halten, müsste es aus Schalker Sicht im Idealfall einen Sieg oder zumindest ein Remis gegen den Reviernachbarn geben. Dass sie den BVB schlagen können, das zeigte die Mannschaft von Stefan Colmsee vor etwa einem Jahr, als sie die, damals noch eine Klasse höher spielenden, Dortmunderinnen mit 2:1 aus dem Westfalenpokal warfen. Damals stieg der Derby-Knaller allerdings im Parkstadion, wo die große Mehrheit der 2300 anwesenden Fans Blau und Weiß trug.
Dieses Mal wird die Kulisse überwiegend schwarz-gelb und mehr als siebenmal so groß sein: Wie Borussia Dortmund erst kürzlich bekannt gab, wurden bereits über 15.000 Karten für das Revierderby verkauft – 17.555 sollen es werden. Unter dem Motto „Ein Revier. Ein Derby. Ein Rekord.“ strebt der BVB an, einen neuen Zuschauerrekord für ein Frauenfußball-Regionalligaspiel aufzustellen. Die bisherige Bestmarke hält Hertha BSC, dessen Frauenteam im vergangenen Mai 14.500 Fans im Berliner Olympiastadion begrüßte.
„Ein großer Dank gilt der Stadt Dortmund und den Behörden, die es uns mit ihrer Unterstützung erst ermöglichen, dieses ambitionierte Ziel in Angriff zu nehmen“, wird Geschäftsführerin Svenja Schlenker auf der Vereinswebsite zitiert. Für die angestrebte Rekordkulisse darf der BVB die Stadionkapazität der Roten Erde für das Revierderby nämlich auf 17.555 erhöhen. „Wir wollen die Rote Erde zum Beben bringen und zeigen, welche Strahlkraft der Frauenfußball bei Borussia Dortmund hat“, so Schlenker weiter.
Dafür wird es auch erstmals einen reinen Kinder- und Familienbereich in den Blöcken 13 bis 16 geben. Für seine jüngsten Fans hat sich der BVB zudem ein besonderes Rahmenprogramm überlegt: Bereits ab 12 Uhr wird es eine Fan Area mit Hüpfburg, Kickertisch und Kinderschminken geben. Ab 13.30 können dann – auch die Erwachsenen – Autogramme von Emre Can, Dede, Patrick Owomoyela und einigen BVB-Spielerinnen ergattern. Und Maskottchen Emma wird natürlich auch rund ums Stadion unterwegs sein.