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Manchester United steckt tief in der Krise, Michael Carrick steht unter Druck. Nun äußert sich Ex-St.-Pauli-Trainer Fabian Hürzeler zu den Gerüchten.
Trainer Michael Carrick hat in einem sechsminütigen Monolog um seinen Job bei Manchester United gekämpft. Er sei „völlig zuversichtlich“, die Negativserie stoppen zu können, sagte der 45-Jährige am Freitag bei einer Pressekonferenz mit Überlänge.
Zuletzt hatte der englische Rekordmeister durch das 1:4 gegen Champions-League-Neuling Como im siebten Pflichtspiel in Folge nicht gewonnen. Es werden auch schon mögliche Nachfolger wie Julian Nagelsmann oder der ehemalige St. Pauli-Aufstiegstrainer Fabian Hürzeler gehandelt.
United erlebt den schlechtesten Saisonstart seiner Premier-League-Geschichte, schied im Ligapokal bereits gegen Brighton & Hove Albion aus und verlor zwei der ersten drei Partien in der Königsklasse.
Fabian Hürzeler
Als mögliche Nachfolger des unter Druck geratenen Carrick werden unter anderem Ex-Bundestrainer Nagelsmann, Antonio Conte und Hürzeler genannt. Conte und Hürzeler wiesen die Spekulationen am Freitag zurück. „Ich habe keine Zeit, über diese Gerüchte nachzudenken. Außerdem habe ich großen Respekt vor Michael Carrick“, sagte Hürzeler, der aktuell in Brighton unter Vertrag steht und dort starke Arbeit leistet.
Für zusätzliche Unruhe bei United sorgen derzeit öffentliche Meinungsverschiedenheiten innerhalb des Klubs. Mannschaftskapitän Bruno Fernandes hatte nach der Niederlage in Como Carricks Spielansatz als zu defensiv kritisiert. Auf die wiederholte Frage, ob der Portugiese Kapitän bleiben werde, wollte sich Carrick am Freitag nicht festlegen.
„Wir befinden uns in einem Moment, in dem es nicht gut gelaufen ist. Wir haben ein bisschen unseren Weg verloren, wenn ich ganz ehrlich bin, und wir werden ihn wiederfinden. Ich bin völlig zuversichtlich, dass wir ihn wiederfinden“, sagte Carrick vor dem Premier-League-Heimspiel gegen Bournemouth am Sonntag.
Carrick war erst vor fünf Monaten nach einer erfolgreichen Interimsphase zum Cheftrainer ernannt worden, sein Vertrag läuft bis 2028. In der vergangenen Saison hatte er United auf Rang drei und damit zurück in die Champions League geführt. In dieser Spielzeit gelangen dem Traditionsverein lediglich zwei Siege aus elf Pflichtspielen. (sid/lat)