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Krösche auf dem Sprung zu Milan – Details zum SGE-Aus & fünf Nachfolge-Kandidaten
Eintracht Frankfurt: Krösche auf Sprung zu AC Milan – Hintergründe zum Aus

©IMAGO

Dieser Artikel erschien auf Transfermarkt in seiner ersten Fassung um 09:46 Uhr und wurde am Ende um ein Update ergänzt.

Für Markus Krösche bahnt sich nach seiner Freistellung als Sportvorstand auf eigenen Wunsch bei Eintracht Frankfurt zeitnah das nächste Engagement an. Die Redaktion von „Sky“-Reporter Gianluca Di Marzio berichtet in Italien, dass die AC Milan das Tempo in den Verhandlungen mit dem 46-Jährigen erhöht. Der Kontakt sei wieder aufgenommen worden, um eine Einigung zu erzielen, nachdem Krösche die Eintracht verlassen hat. Dem Manager winke bei Milan die Position des Head of Football. Auch Fabrizio Romano berichtet über fortgeschrittene Gespräche zwischen Krösche und dem 19-fachen Serie-A-Champion.


Ohne Ablöse werden die Rossoneri den ehemaligen Profi aber nicht verpflichten können. „Der bis zum 30. Juni 2028 laufende Vertrag besteht angepasst fort“, teilte die SGE in ihrem Statement zur Trennung von Krösche mit. Übersetzt bedeutet dies laut der „Bild“, dass das Grundgehalt des Ex-Sportvorstands in Höhe von bislang rund 2,5 Millionen Euro angepasst wird – von Abschlägen in niedriger zweistelliger Prozenthöhe ist beim Boulevardblatt die Rede. Die Veränderungen erstrecken sich demnach auch auf mögliche Bonuszahlungen.


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Weil Krösches Vertrag nicht aufgelöst wurde, ist der langjährige Erfolgsmanager der Eintracht nicht zum Nulltarif auf dem Markt verfügbar. In seinem noch knapp zwei Jahre gültigen Kontrakt ist dem Vernehmen nach eine Ausstiegsklausel verankert. Diese soll aber nur für den Winter gelten, im unteren einstelligen Millionenbereich liegen und von Borussia Dortmund, dem FC Bayern sowie einigen Top-Klubs aus der Premier League bedient werden können. „Sky“ berichtete am Montagnachmittag von einem nötigen Betrag zwischen 5 Millionen und 7 Millionen Euro.


Milans Werben um Krösche ist keineswegs neu, sondern hat seinen Ursprung im Sommer. Der Hannoveraner hatte übereinstimmenden Medien zufolge ein extrem lukratives Angebot für die Stelle als Head of Football vorliegen, bekannte sich Mitte Juni dann aber doch zu Eintracht Frankfurt. Wie der „Kicker“ meldete, hätte er in Mailand 40 Millionen Euro in vier Jahren verdienen können. Nach einer enttäuschenden Saison mit dem Verpassen der Champions-League-Ränge in der Serie A mussten neben Trainer Massimiliano Allegri auch der Geschäftsführer, der Sportdirektor und der technische Direktor der Mailänder gehen. Als Trainer verpflichteten die Rossoneri für die Saison 2026/27 den Portugiesen Rúben Amorim, auch der frühere Frankfurt-Trainer Oliver Glasner hatte zwischenzeitlich als Kandidat gegolten.


In seiner Amtszeit in Frankfurt traf Krösche immer wieder sehr gute Transferentscheidungen und erwirtschaftete seit seinem Einstieg 2021 ein Transferplus von knapp 144 Millionen Euro – mehr als jeder andere Bundesligist im gleichen Zeitraum. In der vergangenen Saison verpasste die Eintracht, die jetzt von Rückkehrer Adi Hütter trainiert wird, aber unter dem Spanier Albert Riera (inzwischen bei Roter Stern) die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb. Riera galt als Krösches Wunschkandidat – und erwies sich als Fehlgriff, was der Sportchef als Fehler auf seine Kappe nahm. Sein potenzieller neuer Arbeitgeber AC Mailand startete mit vier Siegen und drei Remis in die Spielzeit und belegt damit Rang vier, ist zudem in der Europa League vertreten.



Was an Krösches Image in Frankfurt kratzte und wer auf ihn folgen könnte

Dem „Kicker“ zufolge kratzte die Riera-Episode an Krösches Image, genau wie ein dem Aufsichtsrat nicht offen kommunizierter Immobiliendeal mit der Ehefrau des Spielerberaters Andy Bara aus dem Frühjahr 2022. Darüber hinaus habe der zähe Transfersommer für Unruhe am Main gesorgt. Coach Hütter hatte seine Unzufriedenheit mit der zwischenzeitlichen Ausbeute kundgetan. Auch die Torhüterproblematik wurde mit der Leihverpflichtung von Noah Atubolu (24) erst auf den letzten Drücker gelöst.


Nach Angaben der „Bild“ läuft die Suche nach einem Nachfolger für Krösche bei den Hessen. Demnach stehen Joti Chatzialexiou (1. FC Nürnberg) und Christoph Spycher (BSC Young Boys) auf der Liste des Bundesligisten, Gedankenspiele gebe es zudem um ein Comeback von Pirmin Schwegler (VfL Wolfsburg) oder Fredi Bobic (Legia Warschau). Am Montag steht in Frankfurt die Mitgliederversammlung auf dem Programm.

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