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Die Imoca-Skipperin hatte aussichtsreich auf dem dritten Platz gelegen und war mit viel Speed unterwegs, als etwa 450 Seemeilen westlich von Horta auf den Azoren der Bugspriet brach. Diese Halterung des Vorsegels gab nach, nachdem zuvor das J0-Segel beim Setzen in der Dunkelheit ins Wasser gefallen und sich dabei verheddert hatte.
"Ich bin vollkommen fertig und erschöpft. So ein Schlamassel", sagte die 38-Jährige, die unverletzt blieb, in einem in der Nacht noch vor dem Bruch des Bugspriets entstandenen Video unter Tränen. "Ich habe versucht, das Segel zu setzen. Es begann sich zu entfalten, sackte dann aber ab und verfing sich dabei im Vorstag des J2. Ich konnte das Segel zwar irgendwie bergen, aber das Fall hat sich am J2 verheddert. Es ist ein einziges Chaos."
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Nach der Bergung des J0 wollte Clapcich ihr "Fractional Code Zero"-Segel setzen, als der Bugspriet aufgab. "Die gesamte Konstruktion ist förmlich explodiert", erklärte sie. "Ich habe also keinen Bugspriet mehr."
Trotz aller Handicaps will sie das Rennen aber fortsetzen - wenn auch mit geringerer Geschwindigkeit. Eine Top-Platzierung ist so nicht mehr möglich. Noch gut 1.720 Seemeilen liegen vor ihr. Aktuell ist sie Vierte und mit knapp 16 Knoten unterwegs.
Zuvor hatte sich Clapcich unter schwierigen Bedingungen einen Kampf mit dem aufkommenden Sam Goodchild (Macif) geliefert, der sie inzwischen überholt hat und nunmehr Dritter hinter dem mit über 270 Seemeilen Vorsprung souverän führenden Corentin Horeau (MACSF) und Boris Herrmann mit seiner Malizia 4 ist.
"Bei einem solchen Vorsprung in einem normalen Transatlantikrennen sollte eigentlich alles gut gehen. Aber das hier ist kein normales Transatlantikrennen! Vor uns zieht noch ein Tiefdruckgebiet mit Gewittern auf. Man weiß nie, wie sich die Dinge entwickeln", sagte Horeau am Freitag.
In derselben Nacht verletzte sich Clapcichs italienischer Landsmann Ambrogio Beccaria (Allagrande Mapei) bei einem Sturz im Cockpit am Rücken und musste das Rennen daraufhin abbrechen. Er steuert die Azoren an, um sich dort medizinisch behandeln zu lassen.
Zuvor hatte in Herrmanns Imoca-Klasse bereits Favorit Jérémie Beyou (Charal) wegen gesundheitlicher Probleme aufgegeben müssen.