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Spannung und Sorgen in Lusail: Ducati-Star Marc Marquez greift in Katar nach seinem achten MotoGP-Weltmeistertitel, während Yamaha aus Sicherheitsgründen geschlossen auf den Start verzichtet.
Bei der möglicherweise vorzeitigen Titelkrönung von Marc Marquez fährt die MotoGP am Wochenende gegen starke Widerstände im Schatten des Nahost-Krieges. Der spanische Ducati-Pilot könnte am Sonntag seinen achten WM-Titel in der Motorrad-Königsklasse fixieren und damit mit Legende Giacomo Agostini gleichziehen (17:00 Uhr/live auf Sky & oe24-Liveticker). Allerdings steht im nur 200 Kilometer vom iranischen Festland entfernten Lusail nicht nur das Sportliche im Mittelpunkt. "19 von 22 Fahrern haben sich dafür ausgesprochen, nicht nach Katar zu reisen", enthüllte Jack Miller. Yamaha verzichtete als einziger Hersteller auf den Start und blieb dem GP aus Sicherheitsgründen fern.
Um den Sack drei Rennen vor Saisonende zuzumachen, müsste Marquez 30 Punkte mehr holen als sein erster Verfolger Jorge Martin auf Aprilia. Das wird ein hartes Stück Arbeit, allerdings ist noch unklar, wie belastbar Martin nach seinem Speichenknochenbruch im rechten Unterarm wirklich ist. Marquez gibt sich vor dem Showdown gewohnt zurückhaltend: "Die Partie ist noch nicht zu Ende. Wenn dein Tag kommt, dann kommt er". Der 33-jährige Spanier profitierte zuletzt in Malaysia vom Ausfall Martins und baute seinen Vorsprung mit einem Sprintsieg und Platz zwei im Hauptrennen entscheidend aus.
Trotz der angespannten Lage in der Region reisten Ducati und Aprilia im letzten Moment nach Katar. "Ich denke, sie machen alles, dass wir sicher sind", meinte Ex-Weltmeister Francesco Bagnaia. Neben dem Prestigegewinn für das Emirat steht vor allem für Rechteinhaber Liberty Media viel auf dem Spiel. Das Unternehmen, das auch die Formel 1 besitzt, blickt gespannt auf den Ablauf in Lusail: Verläuft das Wochenende reibungslos, gilt dies als grünes Licht für die anstehenden Formel-1-Rennen Ende November in Katar und Abu Dhabi.