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Hertha BSC rauscht weiter durch die Zweite Liga. Der Spitzenreiter setzt das nächste Ausrufe Richtung Aufstieg. Die Blau-Weißen siegen im Spitzenspiel 3:0 (1:0) beim Tabellendritten 1. FC Kaiserslautern. Ein perfekter Tag, denn Stürmer Sebastian Grönning meldet sich mit einem Doppelpack zurück.
Überraschung vor dem Anpfiff des Spitzenspiels bei Hertha. Trainer Stefan Leitl ließ Stürmer Luca Schuler auf der Bank. Sebastian Gröning, der schon 90 Minuten im Pokal beim 2:0 gegen SSV Jeddeloh II gespielt hatte, war wieder in der Startelf. Leitl begründete es so: „Luca ist momentan nicht so in Form, wie wir ihn gerne hätten. Und trotzdem ist er definitiv eine Option, heute zu kommen und vielleicht auch schon einen Ticken früher.“
Die erste Torchance hatte Jon Thorsteinsson schon nach 45 Sekunden. Sein Schuss aus spitzem Winkel ging aber übers Tor. Der Vorwärtsgang ging erstmal fünf Minuten. Dann wurde das Spiel immer schneller. Lautern drückte und Torwart Marius Gersbeck verhinderte mit zwei Glanzparaden gegen Mika Haas (9.) und Thierry Tazemeta (10.) den Rückstand.
Doch zurück zu Grönning und dem goldenen Händchen von Leitl. Traumpass von Paul Seguin auf Thorsteinsson, der passte flach von rechts hinein und der dänische Stürmer schob die Kugel unter FCK-Torwart Julian Krahl ins Gehäuse zum 1:0 (17.). Grönning hatte dabei so viel Fahrt aufgenommen, dass er anschließend gegen den Pfosten krachte.
Der Wikinger kannte keinen Schmerzen, sondern jubelte. Was für eine Erlösung für ihn. Nach sechs Spielen ohne Treffer endlich dieses Glücksgefühl für Grönning. Sein drittes Saisontor (vorher beim 1:0 in Bochum und beim 4:1 gegen Heidenheim erfolgreich).
Nur sieben Minuten später stand Grönning wieder im Fokus. Gegenspieler Maxwell Gyamfi trat ihm im Zweikampf brutal in den Bauch. Grönning protestierte, Kapitän Josip Brekalo auch, Trainer Leitl schüttelte am Spielfeldrand fassungslos den Kopf.
Denn der junge Schiri Felix Bickel (30) aus Wolfsburg gab für diese rotwürdige, grobe Unsportlichkeit dem Lauterer nur die Gelbe Karte. Nicht mal einen VAR-Check gab es. Unfassbarer Skandal! Die Aufregung legte sich ein wenig und so ging es mit der knappen Führung in die Pause.
Die zweite Halbzeit lief gerade mal sieben Minuten, da stürmte Mads Pedersen unbedrängt über die linke Seite. Dann eine perfekte Flanke in den Strafraum. Gröning kam angerauscht und grätschte den Ball über die Linie - 2:0.
Hertha gab weiter Vollgas und Pedersen setzte zur nächsten Glanztat an. Er umdribbelte Gegenspieler Jan Elvedi, der dabei die Kugel noch mit der Hand berührte. Dann hob der dänische Außenverteidiger den Ball an der Torlinie in Richtung langen Pfosten. Oluwaseun Adewumi köpfte zum 3:0 (59.) ein. Der blau-weiße Wahnsinn geht weiter.
Neunter Sieg, dazu ein Unentschieden nach zehn Spielen. Doch dieser Drei ist doppelt viel wert. Die Hertha-Profis haben den ultimativen Härtetest in der Hölle Betzenberg glanzvoll mit der Note 1 absolviert.
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