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„Es darf nicht sein, dass Fahrer sterben“
Red Bull – Bora – Hansgrohes CEO Ralph Denk
Red Bull – Bora – Hansgrohes CEO Ralph Denk

Auf eines der erfolgreichsten Jahre der Team-Geschichte blickt der Radrennstall Red Bull – Bora – Hansgrohe zurück. Ralph Denk spricht über eine in diesem Jahr „einzigartige“ Leistung, die Transferstrategie der Führung und die Sicherheitsdebatte bei den Pedalrittern.

Mit 44 Siegen zählt das Radteam Red Bull – Bora – Hansgrohe zu den erfolgreichsten der abgelaufenen Saison. Weshalb Teamboss Ralph Denk vor kleiner Medienrunde, der auch die „Krone“ angehörte, ein sehr positives Fazit für das Jahr 2026 zog.

„Wir sind sehr happy, wie die Saison gelaufen ist. Viele Bereiche haben uns zum Strahlen gebracht.“ Besonders hob er hervor, dass drei unterschiedliche Fahrer bei den Grand Tours – Giro, Tour und Vuelta – am Stockerl landeten. „Das ist einzigartig“, sagte der 52-Jährige sichtlich stolz.

Red Bull – Bora – Hansgrohe

  • Das Team wurde 2010 vom ehemaligen Rennradfahrer Ralph Denk gegründet. Anfangs hießt es „Team NetApp“.
  • Red Bull stieg im Jahr 2024 ein und präsentierte sein Tour-de-France-Team bei einer großen Präsentation im Hangar-7 in Salzburg.
  • 44 Saisonsiege feierte der Rennstall in der Saison 2026.
  • Jai Hindley (3. Giro d‘Italia), Remco Evenepoel (2. Tour de France) und Primoz Roglic (2. Vuelta a Espana) landeten bei Grand Tours in diesem Jahr am Podest.
  • Historisch gesehen zählen Peter Sagans Sieg bei Paris-Roubaix 2018 sowie die Grand-Tour-Triumphe von Hindley 2022 (Giro) und Primoz Roglic 2024 (Vuelta) zu den größten Erfolgen.

Denk: „Es wird kein ,Team Remco‘ geben“
Absolutes Aushängeschild war Remco Evenepoel, der zum vierten Mal in Folge Zeitfahrweltmeister wurde – ein Rekord! „Einzelpersonen sind wichtig, er ist auch eine ikonische Person der Neuzeit, es wird aber kein ,Team Remco’ geben“, hat der Teamgedanke Priorität.

Am Transfermarkt halten sich die Radbullen, die gestern vor dem Trainingscamp auf Mallorca einen Zwischenstopp in Thalgau einlegten, zurück. Mit Primoz Roglic verlässt ein Superstar den Rennstall.

Die Radbullen im – im Bild die Brüder Tim und Mick van Dijke – waren am Montag im Athlete ...
Die Radbullen im – im Bild die Brüder Tim und Mick van Dijke – waren am Montag im Athlete Performance Center (APC) in Thalgau.

Sein Abgang soll intern nachbesetzt werden. Neben Giulio Pellizzari sticht dabei vor allem Supertalent Lorenzo Finn heraus. „Unser Aufbau ist behutsam“, erklärte Denk, fügte aber vielsagend an: „Wir glauben, dass er eines der größten Talent ist und ein künftiger Grand-Tour-Sieger sein kann.“

Auch von Sprint-Hoffnung Alessio Magagnotti, der bei der Lidl Deutschland Tour in sensationeller seinen ersten Profisieg vor dem dreifachen Giro-Etappengewinner Paul Magnier feierte, hält er große Stücke.

Magagnotti soll nicht verheizt werden
„Er wird bei uns Berufsradfahrer in der World Tour. Wir denken, dass er einer der nächsten großen Sprinter sein kann. Wenn du eine Deutschland-Tour-Etappe gewinnst, musst du damit umgehen können, gehandelt zu werden“, grinste Denk, der dennoch die Jugend des erst 19-jährigen Italieners hervorstrich.

„Wir werden ihn nicht gleich bei einer dreiwöchigen Landesrundfahrt verheizen. Er ist jetzt bei den Rookies, kommt aber hoch und ist ein ganz großes Talent.“

Mahnende Worte gab es vom Teamboss in puncto Sicherheit. „Bevor wir über Laufräder und Reifen reden, geht’s um Basics. Also, dass uns keine Autos entgegenkommen. Es darf nicht sein, dass das passiert und Rennfahrer sterben.“

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