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Moto3 wird zur Yamaha-Klasse: Was wird aus dem Rookies Cup von KTM?

Die Moto3 wird ab 2028 zur reinen Yamaha-Klasse - KTM gerät dadurch mit dem Rookies Cup in Zugzwang - Pit Beirer hält 700 Kubikzentimeter für den falschen Weg

(Motorsport-Total.com) - Die Nachwuchsplattform im Motorradrennsport wird für die Zukunft grundsätzlich neu aufgestellt. Ab 2028 wird Yamaha die Moto3-Klasse mit einem Einheitsmotorrad ausrüsten.

© Gold & Goose / Red Bull Content Pool

Wie wird die Zukunft des Red Bull Rookies Cup ab 2028 aussehen? Zoom

Herzstück der neuen Maschine wird der CP2-Motor sein, den Yamaha zum Beispiel in den Serienmodellen MT-07, R7 und Tenere 700 einsetzt. Der CP2-Motor hat 689 Kubikzentimeter Hubraum und soll in der Moto3-Version rund 95 PS leisten.

Der Motor wird das einzige Bauteil aus der Serie sein. Ansonsten entwickelt Yamaha einen neuen Prototyp für die Moto3-Klasse. Mit nur einem Hersteller entfällt das Wettrüsten, wodurch die Nachwuchsklasse kostengünstiger werden soll.

Ab 2029 wird diese Yamaha-Moto3-Maschine auch in der JuniorGP zum Standardmotorrad werden. In den Jahren danach sollen weitere regionale Nachwuchscups auf dieses Motorrad umgestellt werden.

Deswegen stellt sich die Frage nach der Zukunft des Rookies Cups, der von KTM und Red Bull betrieben wird. Grundsätzlich kommt dabei eine leicht abgewandelte Moto3-KTM mit einem 250 Kubikzentimeter kleinen Einzylindermotor zum Einsatz.

Viele Fahrer treten parallel in der JuniorGP und im Rookies Cup an. Da in Zukunft die Yamaha mit dem größeren Zweizylinder das Motorrad für Nachwuchsfahrer ist, könnte der Rookies Cup in der derzeitigen Form obsolet werden.

"Wir überlegen und diskutieren derzeit, wie der Red Bull Rookies Cup in Zukunft aussehen könnte oder sollte", sagt KTM-Motorsportchef Pit Beirer. "Das Motorrad im Rookies Cup müssen wir anpassen."

"Ich persönlich halte einen Hubraum von 700 Kubikzentimetern als Einstieg in diesen Sport für zu groß. Ich bin daher kein großer Freund von 700 Kubikzentimetern in der Moto3, aber das ist beschlossene Sache und steht nicht mehr zur Debatte."

"Ich bin nicht vollkommen glücklich damit, dass von der Moto3 bis zur MotoGP alles in ein Fenster von 700 bis 850 Kubikzentimetern gepresst wird, also gerade einmal 150 Kubikzentimeter Unterschied für das gesamte Nachwuchs- und GP-Programm."

© Qian Jun/MB Media/Getty Images

Pit Beirer und KTM-CEO Gottfried Neumeister Zoom

Der Moto3-Motor wird, wie erwähnt, zwei Zylinder und 689 Kubikzentimeter haben. Die Moto2-Klasse fährt mit einem Dreizylindermotor von Triumph mit 765 Kubikzentimetern Hubraum.

In der MotoGP sind es künftig vier Zylinder und 850 Kubikzentimeter Hubraum. Während die Motoren in der Moto3 und Moto2 auf Serientriebwerken basieren, sind es in der MotoGP reine Prototypen.

Offene Grundsatzdiskussion

"Für den Rookies Cup, in dem Jugendliche mit 15 Jahren in den Sport einsteigen, bin ich ganz klar der Meinung, dass sie nicht direkt auf einer 700er sitzen sollten", findet Beirer. "Damit stößt man eine Grundsatzdiskussion an."

"Auf diese haben wir aktuell noch keine Antwort. Denn dann gibt es ja noch die JuniorGP: Wo ordnet man sie ein? Steht sie nach dem Rookies Cup und vor der Moto3, oder sollte der Rookies Cup über der JuniorGP angesiedelt sein?"

"Irgendwie müssen diese Klassen optimal auf die Moto3 vorbereiten. Wir müssen herausfinden, was als Basis am besten geeignet ist." KTM wird für den Rookies Cup daher voraussichtlich ein neues Motorrad bauen müssen.

"Die extrem leichten 250er-Maschinen, die wir heute einsetzen, bereiten die Fahrer vielleicht nicht mehr perfekt auf ein Moto3-Motorrad mit 700 Kubikzentimetern vor. Wir müssen also auch beim Red Bull Rookies Cup handeln", so Beirer.

Er betont, dass KTM die Aufgabe der Nachwuchsförderung weiterhin "am Herzen liegt" und "viel Freude" bereitet. Auch das Team von Aki Ajo wird in der Moto3 und in der Moto2 künftig unterstützt.

"Es fühlt sich bloß etwas sonderbar an, den Aufkleber auf eine Yamaha zu kleben", räumt Beirer ein, betont jedoch: "Unsere Philosophie, Talente zu fördern, sie durch die Moto3 und Moto2 zu begleiten und so unsere künftigen MotoGP-Piloten aufzubauen, ist keineswegs hinfällig."

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