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Sabah – Dortmund: Hummels warnt vor tückischer BVB-Gefahr – „Unterschätzt man am meisten“

Mats Hummels spricht über die ungewöhnlichen Belastungen der BVB-Profis. Matthias Sammer stimmt zu – und wird anschließend ziemlich deutlich.

Hummels im BVB-Trikot
BVB-Ikone Mats Hummels warnt.

Mats Hummels kennt die Strapazen des internationalen Fußballs wie kaum ein anderer. Stundenlange Flüge, fremde Länder, ungewohnte Bedingungen. Doch die größte Gefahr bei solchen Reisen ist für die BVB-Legende eine ganz andere, als viele vermuten würden. Das verriet er jetzt auf eine Frage von DER WESTEN.

Anlass war Borussia Dortmunds Champions-League-Reise nach Aserbaidschan. Bei einer Medienrunde von Prime Video erklärte Hummels ausführlich, was solche Auswärtstrips mit Spielern machen. Matthias Sammer stimmte ihm anschließend überschwänglich zu – und hatte noch einen ziemlich trockenen Spruch auf Lager.

📌 Das ist Mats Hummels

Hummels kennt die Strapazen nur zu gut

„Ich durfte die Reise nach Aserbaidschan mit der Nationalmannschaft antreten, mit dem BVB gegen Qarabag Agdam und mit dem BVB gegen FC Käbälä“, erinnerte sich Hummels. „Ich habe wirklich dreimal in Aserbaidschan gespielt in meiner Karriere, was erstaunlich oft ist.“

Die körperliche Belastung sei dabei durchaus ein Thema. Nach einem langen Flug müsse man genau auf seinen Körper achten, um anschließend fit auf dem Platz zu stehen. Doch Hummels sieht die eigentliche Herausforderung woanders.

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„Vor allem darf man sich nicht im Kopf ermüden lassen“, erklärte der Weltmeister auf die Frage von DER WESTEN. „Die Gefahr ist aber, dass man müde wird von dieser zähen Reiserei, die man als Profifußballer vor allem in englischen Wochen eh schon hat.“

BVB muss vor allem im Kopf frisch bleiben

Hummels spricht damit einen Punkt an, der bei der Diskussion über die Belastung von Fußballprofis gerne untergeht. Es sind nicht allein die Spiele, die Kraft kosten. Ständiges Packen, Flughäfen, Hotels und immer neue Abläufe können auch mental zermürben.

„Das unterschätzt man am meisten, wenn man von außen draufschaut: Spieler mit Dreifachbelastung plus Nationalmannschaft sind nur unterwegs“, erklärte Hummels. Entscheidend sei deshalb, nicht in einen Trott zu verfallen, sondern sich für jede Partie aufs Neue zu konzentrieren.

Beim BVB passt diese Warnung zur aktuellen Situation. Nach dem Auswärtsspiel in Bodö und dem Bundesliga-Duell bei Union Berlin führt die nächste Reise nach Baku. Insgesamt kommen für Dortmund innerhalb einer Woche rund 11.300 Reisekilometer zusammen. Dazu wartet am Samstag schon das Bundesliga-Topspiel gegen Eintracht Frankfurt.

Sammer mit knallharter Ansage

Matthias Sammer konnte seinem früheren Dortmunder Schützling nur beipflichten. „Mats hat zu 1000 Prozent recht“, erklärte der ehemalige BVB-Sportdirektor. Schließlich wisse man gerade aus früheren Europapokalspielen, wie schmerzhaft vermeintlich kleine Punktverluste später werden können.

Allerdings wollte Sammer die Strapazen auch nicht überbewerten. Die Bedingungen seien inzwischen nahezu perfekt, von der Verpflegung bis zur gesamten Organisation. Deshalb formulierte er seinen Auftrag an die Dortmunder ziemlich eindeutig: „Hinfahren, drei Punkte mitnehmen, zurückfliegen.“

Und dann schob Sammer noch eine trockene Bemerkung hinterher: „Augen auf bei der Berufswahl, es wird keiner gezwungen, diesen Beruf auszuüben.“

Auf den BVB warten schon die nächsten Brocken

Für Dortmund trifft diese Einschätzung einen empfindlichen Punkt. Nach dem 0:1 in Bodö/Glimt und dem torlosen Remis bei Union Berlin ist die Mannschaft von Niko Kovac zuletzt aus dem Rhythmus geraten. Gegen Sabah FK zählt deshalb auch sportlich jeder Punkt.

Zumal das Programm kaum Gelegenheit zum Durchatmen bietet. Am Samstag kommt Eintracht Frankfurt nach Dortmund, am Dienstag folgt das Pokalspiel gegen Werder Bremen. Vier Tage später wartet bereits der FC Bayern.

Gerade jetzt wird sich zeigen, wie gut die Dortmunder mit der Belastung umgehen. Hummels hat schließlich deutlich gemacht, worauf es ankommt: Körperlich lassen sich solche Reisen bewältigen. Entscheidend ist, dass die Profis trotz aller Strapazen immer wieder die nötige Frische im Kopf finden.

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