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Harry Kane gewinnt den Ballon d’Or. Der Engländer verkörpert Teamgeist, Fleiß und Fairness wie kein anderer Superstar – die Wahl ist richtig.
London – Seit dem heutigen Abend hat die Fußballwelt einen neuen König: Harry Kane ist offiziell der beste Spieler der Welt und bekam bei der Verleihung in London seinen langersehnten Ballon d’Or überreicht. Und diese Entscheidung ist richtig.
Warum? Weil der Engländer in einer Art und Weise für den Erfolg seines Teams kämpft wie kein anderer Superstar. Verstehen Sie mich nicht falsch: Auch Lamine Yamal oder Kylian Mbappe wollen unbedingt mit ihrer Mannschaft gewinnen, sind geniale Fußballer und haben sicherlich manche Qualitäten, die Kane nicht hat.
Dafür war Kane in der vergangenen Saison aber nicht nur der beste Mittelstürmer, sondern auch der beste Zehner, Achter und Sechser. Kein anderer Fußballer zeigte derart viele verschiedene Qualitäten, die vom Toreschießen über den Spielaufbau bis zum Verteidigen an der eigenen Grundlinie reichten. Kane erzielte nicht nur die zweitmeisten Tore in einer einzelnen Saison jemals (72, nur Messi 2011/12 erzielte mehr), sondern setzte mit seiner Spielweise sogar noch seine Teamkollegen in Szene, statt nur auf eigene Abschlüsse zu warten.
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Daher ist die Entscheidung der Jury richtig. Und sie ist ein Zeichen dafür, dass es sich lohnt, nicht nur als globale Marke aufzutreten, sondern sich an die Grundlagen des Fußballs zu erinnern: Teamgeist, Fleiß und Fairness – auf und neben dem Platz. All diese Eigenschaften vereinte Kane in der vergangenen Saison mehr als Mbappe oder Yamal.
Trotzdem zeigten die Diskussionen der vergangenen Wochen auch die Probleme rund um den Ballon d’Or. Weil der Bewertungszeitraum nur die vergangene Saison betrifft und somit am Tag nach dem WM-Finale vorbei war, hätte die Abstimmung viel früher beendet sein müssen als erst Ende September.
Und womöglich kann man die hitzigen Diskussionen rund um den Titel zum Anlass nehmen, um über die grundsätzliche Sinnhaftigkeit von Einzelpreisen in einem Mannschaftssport zu diskutieren. Schließlich sollte eigentlich das Team im Vordergrund stehen und nicht ein einzelner Superstar – immerhin hat mit Kane nun ein würdiger Titelträger gewonnen.