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Harry Kane hat den Triumph beim Ballon d‘Or ausgiebig gefeiert. Für einen Stimmberechtigten allerdings war er nicht der Sieger. Dieser entschuldigt sich nun.
London – Es soll unglaublich knapp gewesen sein – doch das konnte Harry Kane am Ende völlig egal sein. Am Montagabend krönte sich der Engländer zum Gewinner des Ballon d‘Or. Unmittelbar nach seinem Sieg wandte er sich sofort an seinen erkrankten Trainer Vincent Kompany. Auch bei seiner Rückkehr nach München wurde ausgiebig gefeiert. Für einen Stimmberechtigten allerdings stand Kane nicht einmal unter den besten fünf.
Noch ist das offizielle Ergebnis nicht veröffentlicht worden. Klar ist allerdings: Der Abstand zwischen Harry Kane und dem Zweitplatzierten, Kylian Mbappe, soll sehr knapp gewesen sein. Zdravko Reic, der für Kroatien seine Stimme abgab, hat durchaus etwas mit dem engen Rennen zu tun. Der Journalist setzte den Sieger nur auf den sechsten Platz – und entschuldigt sich nun für seine kuriose Entscheidung.
Bereits seit 34 Jahren ist Reic Mitglied der Jury von „France Football“, die über den Sieger entscheidet. Rodri, Erling Haaland und Lionel Messi – diese drei Spieler belegten bei ihm die ersten drei Plätze. Ferran Torres und Kylian Mbappe folgten nach den Podiums-Kandidaten. Für Harry Kane war lediglich ein sechster Platz drin. Reic begründet seine seltsame Wahl mit der Weltmeisterschaft.
Interessant: Lamine Yamal, der in der Endabrechnung Dritter wurde, tauchte in der Top 10 des Kroaten gar nicht auf. In der Sportske Novosti spricht er jetzt über seine Entscheidung. „Gleich zu Beginn gebe ich zu, mea culpa, dass ich als Mitglied der France-Football-Jury für den Ballon d’Or 2026 einen Fehler bei der Bewertung von Harry Kanes Leistung gemacht habe, weil ich ihn nur auf Platz sechs unter den zehn Fußballern meiner Wahl gesetzt habe“, beichtet er.
Im Gespräch mit Vecernji sagte der Journalist außerdem: „Ich muss jetzt zugeben, dass es ein Fehler war. Ich muss zugeben, dass es falsch von mir war, Kane so niedrig einzustufen. Die WM stand für den Kroaten an erster Stelle. Rodri führte Spanien zum Titel, Haaland sorgte mit Norwegen für eine Sensation, Lionel Messi erreichte mit Argentinien das Endspiel. Zudem erzielte Torres den Siegtreffer im Finale für die Spanier.
Weltmeister Lamine Yamal spielte für Reic beim Turnier „eine wirklich periphere Rolle“. Sechs Tore, eine Vorlage und die Bronzemedaille? Die Bilanz von Harry Kane bei der WM reichte für den Stimmberechtigten nicht aus. Mittlerweile bereut er seine Entscheidung allerdings. Wie knapp der Vorsprung des Bayern-Stars, der am Mittwoch im Pokal gegen Magdeburg antritt (alle TV-Infos hier), tatsächlich war, wird am Samstag bekanntgegeben. (is)