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Eine Woche vor dem ersten Aufschlag bei den Erste Bank Open in der Wiener Stadthalle (26. Oktober bis 1. November) schaute Turnierbotschafter Thomas Muster beim ServusTV-Talk im Salzburger Hangar-7 vorbei. Am Rande ließ sich die Tennis-Legende von oe24 auf den Zahn fühlen.
Für den dreimaligen Stadthallen-Finalisten (1988, 1993, 1995) ist es unglaublich, wie sich das größte heimische Tennisturnier entwickelt hat. "Früher hast du jeden einzelnen persönlich begrüßen können." Turnierboss Herwig Straka habe daraus mit finanziellem Risiko und Weitblick ein Riesen-Event gemacht. "Inzwischen findest du in dieser Woche nix Besseres. Die besten Spieler spielen in Wien. Bei einem Grand-Slam-Turnier wirst du unter den letzten 32 kaum bessere sehen."
Für die Absage des Noch-Weltranglisten-Ersten Jannik Sinner zeigt der French-Open-Sieger von 1995 Verständnis: "Sinner sagt, er spielt kein Turnier mehr, weil sein Knie ausheilen muss, damit er vielleicht später noch fünf oder sechs Jahre länger spielen kann. Zu unserer Zeit wäre das nicht gegangen, weil wir nicht die Physiotherapie-Möglichkeiten hatten usw,, außerdem wären die Sponsoren empört aufgesprungen."
Zverev würde, so Muster, verdient Nummer 1 werden - im Idealfall am Montag nach dem Wien-Finale: "Die Diskussion, ob es hilft, dass jemand verletzt ist, ist völlig egal. Er kann ja nix dafür, dass die anderen verletzt sind oder nicht spielen."
Als gegen Ende des Online-Talks das Gespräch auf den gestohlenen Helikopter von Skisprung-Olympiasieger Thomas Morgenstern kommt, beugt sich der langjährige Hubschrauberpilot Muster zum Laptop und flüstert geheimnisvoll ins Mikro: "Ich hab dem Morgenstern seinen, aber sag's keinem weiter. Aber im Ernst: Diese Geschichte ist auch für mich unerklärlich!"