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Eintracht Frankfurt rettet in Paderborn ein spätes Remis. Für Axel Hellmann und die SGE endet damit eine Schreckensbilanz im Herri-Bruchhagen-Land.
Paderborn – Es war ein Samstagnachmittag voller seltsamer Vorzeichen und Wendungen für Eintracht Frankfurt. Während die dramatischen Begleitumstände um den verunglückten Fan und das späte 2:2-Ausgleichstor für Schlagzeilen sorgten, atmete ein Mann auf der Ehrentribüne wohl ganz besonders auf. Für Eintracht-Vorstandssprecher Axel Hellmann ist das umkämpfte Unentschieden in Ostwestfalen das Ende einer persönlichen Horrorserie.
In der Vergangenheit war Paderborn für Hellmann ein denkbar schlechtes Pflaster. Seine bisherige persönliche Bilanz vor Ort fasste der Vorstandssprecher ungeschminkt zusammen: „Zwei Spiele, null Punkte, 3:7 Tore.“ Rechnet man eine weitere Niederlage aus dem Jahr 2019 hinzu, die Hellmann damals vor dem Fernseher verfolgte, stand sogar ein ernüchterndes Torverhältnis von 4:9 zu Buche.
Dass es diesmal im vierten Anlauf zum allerersten Zählbaren reichte, grenzte angesichts des Spielverlaufs an ein kleines Wunder. Frankfurt lag in Unterzahl mit 1:2 zurück und stand durch die Gelb-Rote Karte gegen Elias Baum nur noch mit zehn Mann auf dem Platz, ehe Torwart Noah Atubolu in der Nachspielzeit per Kopfball-Vorlage für Jonathan Burkardt den späten Punktgewinn ermöglichte.
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Damit konnte die Eintracht überhaupt erst den allerersten Punktgewinn in Paderborn feiern. Das in Kombination mit dem Spielverlauf waren dann doch ganz gute Nachrichten aus dem Herri-Bruchhagen-Land. Der ehemalige langjährige Eintracht-Boss ist fest verwurzelt in Ostwestfalen: Als Trainer war er in Gütersloh und Verl aktiv, als Manager bei Arminia Bielefeld. Über eine Zwischenstation bei der DFL zog es Bruchhagen dann Ende 2003 zur SGE.
Die allgemeine sportliche Stabilisierung fällt in eine Phase weitreichender personeller Weichenstellungen. Am Vorabend der Partie hatte Markus Krösche einen Teil seiner ehemaligen Kollegen in sein Paderborner Anwesen zu einer Abschieds-Grillparty eingeladen; der designierte künftige Sportchef des AC Mailand erhielt zum Abschied eine lebenslange Vereinsmitgliedschaft bei Eintracht Frankfurt. Mit dem 2:2 im Rücken kann nun die Länderspielpause genutzt werden, um den vorzeitigen Aufschlag von Joti Chatzialexiou voranzutreiben. (sch)