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Fortuna Düsseldorf: Fatales F95-Verhalten beim 1:3 gegen 1. FC Saarbrücken

Fans verzweifeln an ChancenverwertungSaarbrücken entführt drei Punkte aus Düsseldorf – Fortuna verteidigt bei 1:3-Pleite fatal

45 Bilder Fortuna Düsseldorf: 1:3 gegen 1. FC Saarbrücken - die F95-Noten
Startelf-Rückkehrer glänzt und eine Fünf – die Noten zur Fortuna-Pleite 45 Bilder Foto: Moritz Mueller

Düsseldorf · Zum Abschluss der englischen Woche stand für das Team von Trainer Alexander Ende noch das Traditionsduell gegen den 1. FC Saarbrücken an: Nach einer fulminanten Anfangsphase gaben die Düsseldorfer die Partie aus der Hand.

Die Fortuna-Fans haben in den 24 Stunden vor der Partie gegen den 1. FC Saarbrücken noch gehofft, dass der kränkelnde und angeschlagene Anas Slimani für die Partie am zehnten Drittliga-Spieltag zur Verfügung stehen würde. Knapp eine Stunde vor Anpfiff um 14 Uhr gab es dann die Bestätigung: Die Düsseldorfer müssen ohne Slimani auskommen, der gar nicht im Spieltagskader stand. Nach 90 Minuten mit teils drückender Fortuna-Überlegenheit gab es vor 34.049 Zuschauern ein enttäuschendes 1:3 (1:1). Jordi Paulina brachte den Gastgeber in der zehnten Minute in Führung. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Kai Brünker in der 13. Minute brachte Kelsey Owusu Saarbrücken in der 50. Minute in Führung.

Durch Slimanis Ausfall ergab sich schon eine Veränderung im Vergleich zum 2:1-Sieg in Münster am Mittwochabend. Ende brachte allerdings auf gleich vier Positionen frisches Personal. Steven van der Sloot übernahm für Matthias Zimmermann auf der Rechtsverteidigerposition, Jomaine Consbruch agierte auf der Position von Philipp Förster im offensiven Mittelfeld. Münster-Matchwinner Eric Hottmann und Jordi Paulina bildeten den Doppelsturm; neben Slimani rutschte damit auch Fabian Schleusener aus der Startelf.

Überragender Paulina reißt das Spiel früh an sich

Paulinas Wille, sich bei seinem ersten Startelfeinsatz seit der längeren Verletzungspause zu zeigen, war direkt zu sehen. Bereits nach 33 Sekunden sorgte der ehemalige Dortmunder für den ersten Abschluss der Partie. In der dritten Minute versuchte es Paulina erneut – im dritten Anlauf durfte er dann aber jubeln. Nach einem überragenden Pass von Kapitän Jorrit Hendrix in die Tiefe lief Paulina seinen Gegenspielern davon und ließ Saarbrückens Torhüter Matteo Bignetti keine Chance. Allerdings war die Freude einmal mehr nur von kurzer Dauer: Wie bereits beim Heimspiel gegen Verl (2:2) vor sechs Tagen folgte ein schneller Ausgleich.

Erik Wekesser war in der Entstehung des 1:1 viel zu weit aufgerückt – den Freiraum nutzte Routinier Kai Brünker, der sich aus der Mittelstürmerposition auf die rechte Seite zog und vor Louis Lord eiskalt blieb. Nach einer Phase, in der sich Fortuna erst einmal wieder finden musste, erhöhten die Hausherren gerade durch den umtriebigen Paulina den Druck. Der Torschütze zum 1:0 war für die Saarbrücker kaum zu halten – und hatte nach rund 35 Minuten eine gute Chance, wurde da aber entscheidend gestört. Allerdings gelang es Fortuna nicht mehr, den Druck in einen zweiten Treffer umzumünzen. Die letzte Chance vor dem Halbzeitpfiff hatte Tim Oberdorf mit einem Schuss aus der Distanz.

Fatales Verhalten von Egouli und Oberdorf beim zweiten Gegentreffer

Nach dem Seitenwechsel drängten die Düsseldorfer den Gast aus Saarbrücken gleich wieder tief in die eigene Hälfte und kamen durch Wekesser zum ersten Abschluss der zweiten Hälfte, der allerdings sein Ziel verfehlte. Nur wenige Augenblicke später gab es aber die kalte Dusche für Fortuna: Kelsey Owusu düpierte Elias Egouli und Oberdorf mit einem starken Dribbling und bezwang auch Lord im direkten Duell. Trotz geringerer Spielanteile gelang es den Gästen, die Partie in der Stockumer Arena zu drehen. Es folgte aber ein Sturmlauf der Hausherren: Ardens Abschluss nur zwei Minuten nach dem 1:2 ging über das Tor. Es sollten aber weitere Chancen folgen. Der akrobatische Volley von Kapitän Hendrix sorgte für ein Raunen bei den Fortuna-Fans, verfehlte sein Ziel aber knapp.

Nach einer Stunde reagierte Ende und nahm einen offensiven Wechsel vor: Schleusener kam für Consbruch in die Partie. Anschließend verließen Hendrix und Paulina den Platz; die beiden Protagonisten beim 1:0 wurden durch Miguel Goncalves und Philipp Förster ersetzt. Anschließend geriet Fortuna aber immer häufiger in die Defensive und musste Saarbrücker Konter verteidigen. Ende zog rund zehn Minuten vor Schluss seine letzten Optionen: Lukas Bornschein und Sascha Risch ersetzten Andreas Müller und Wekesser. Innenverteidiger Bornschein übernahm dabei sofort die Rolle als Stürmer, der 1,96-Meter-Hüne sollte zum Faktor bei hohen Bällen werden. In der Schlussphase erarbeiteten sich die drückenden Düsseldorfer noch eine Vielzahl an gefährlichen Situationen. Allerdings gelang der zweite Fortuna-Treffer nicht mehr, stattdessen wurden die Fans zunehmend unruhig und mit Blick auf die Chancenverwertung über die 90 Minuten auch genervt. Den entscheidenden Konter zum 1:3 veredelte dann Alexander Staff in der 90. Minute. Am kommenden Samstag (14 Uhr) geht es für Fortuna mit einem Auswärtsspiel bei Hansa Rostock weiter.

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