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In den vergangenen Wochen war Vincent Vermeij im Sturmzentrum gesetzt. Auch gegen Schalke durfte der Niederländer von Beginn an ran. Daferner musste sich dagegen erneut mit einem Platz auf der Bank zufriedengeben. Gerade deshalb dürfte ihm sein Treffer besonders guttun.
Natürlich wäre es zu früh, nach einem einzigen Tor direkt einen Wechsel in der Startelf zu fordern. Vermeij arbeitet viel für die Mannschaft und übernimmt wichtige Aufgaben gegen den Ball. Allerdings fehlte ihm zuletzt die Durchschlagskraft vor dem gegnerischen Tor. Genau dort könnte Daferner jetzt seine Chance sehen.
Der 28-Jährige hat mit seinem Jokertor gezeigt, dass er auch nach einer schwierigen Phase bereit ist. Dazu kommt die emotionale Bedeutung des Treffers vor den eigenen Fans. Solche Momente können einem Stürmer neues Selbstvertrauen geben und dafür sorgen, dass er mit einer ganz anderen Überzeugung in die nächsten Spiele geht.
Für Trainer Thomas Stamm stellt sich nun die Frage, ob Daferner künftig wieder mehr Einsatzzeit bekommen sollte. Ein Startelfeinsatz wäre eine Möglichkeit, ihm nach diesem Erfolgserlebnis weiteres Vertrauen zu schenken. Gleichzeitig wäre es aber auch ein klares Signal an Vermeij, dass sein Platz nicht automatisch sicher ist.
Die kommenden Spiele werden zeigen, ob Daferner den Schwung mitnehmen kann. Ein einzelner Treffer ist noch kein Beweis dafür, dass er dauerhaft die bessere Wahl ist. Trotzdem hat er sich mit seinem Tor gegen Schalke wieder ins Gespräch gebracht.
243 Tage musste Christoph Daferner auf dieses Erfolgserlebnis warten. Jetzt hat er getroffen, Dynamo einen großen Pokalabend beschert und eine spannende Frage aufgeworfen: Sollte Thomas Stamm ihm die nächste Chance von Beginn an geben – oder bleibt Vincent Vermeij weiterhin die erste Wahl?