Zurück
18.10.2026 - 17:26 UhrLesedauer: 3 Min.
In Frankfurt erzielt der 1. FC Köln erstmals in dieser Saison kein Tor. Im Winter wollen die Geißböcke einen neuen Stürmer verpflichten. Es gibt erste Gerüchte.
Auf den euphorischen Derbysieg gegen Borussia Mönchengladbach (2:1) folgte nur fünf Tage später die Ernüchterung: Das 0:1 des 1. FC Köln bei Eintracht Frankfurt war das 16. Auswärtsspiel in Serie ohne Sieg. Bereits seit 20 Bundesligapartien müssen die Geißböcke auf ein Zu-null-Spiel warten.
In Frankfurt kam es stattdessen zu einer unschönen Premiere: Erstmals seit der Beförderung von René Wagner blieb der FC ohne eigenes Tor. In den vorherigen 13 Pflichtspielen mit dem 38-Jährigen als Cheftrainer waren den Kölnern im Schnitt 1,6 Treffer gelungen.
Ist der FC etwa zu abhängig von Top-Star Said El Mala, der am Freitag nur zu einem gefährlichen Abschluss kam? Der Nationalspieler selbst widersprach dieser These nach Abpfiff entschieden: "Nein, überhaupt nicht. Wir sind eine Mannschaft, ich spiele nicht alleine gegen elf Spieler. Ich finde es absoluten Quatsch, so etwas zu sagen", betonte er bei Sky.
Doch fraglos lastet aktuell – da Thijs Dallinga mit einem Kreuzbandriss womöglich bis zum Saisonende und Ragnar Ache mit einem Muskelfaserriss bis auf Weiteres ausfallen – noch mehr Druck als ohnehin schon auf El Malas noch junge Schultern. Im Winter wollen die Verantwortlichen auf dem Transfermarkt reagieren.
"Natürlich ist es ärgerlich, dass Thijs ausfällt, auch dass Ellyes erst einmal ausfällt", sprach Thomas Kessler am Rande der Niederlage in Frankfurt auch das lange Fehlen von Mittelfeldmotor Ellyes Skhiri an. Der Sportchef versprach: "Wir sondieren jetzt den Markt, das ist unsere Aufgabe."
Während der FC hofft, dass Skhiri in der zweiten Saisonhälfte wieder zur Verfügung steht, ist die Entscheidung, im Sturm nachzubessern, bereits gefallen. Das berichtet unter anderem der "Geissblog". Und inzwischen werden auch erste Kandidaten mit den Kölnern in Verbindung gebracht.
Rumänische Medien berichteten in dieser Woche, dass sich der FC für Ianis Stoica interessiere. Der 23-Jährige spielt für den portugiesischen Erstligisten Estrela Amadora, zu dessen Investoren unter anderem die deutschen Weltmeister Thomas Müller und Mats Hummels zählen.
Stoica gelangen an den ersten acht Spieltagen vier Tore und zwei Vorlagen. Mehrere Vereine aus Deutschland und Belgien, unter anderem der RSC Anderlecht, sollen den Rumänen im Blick haben. Die Vakanz im Kölner Angriff würde er jedoch eigentlich nicht lösen. Stoica glänzte zuletzt vor allem als Linksaußen, ist mit seinen 1,80 Metern kein klassischer Zielspieler.