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Philipp Treu vom SC Freiburg verletzte sich im DFB-Pokalspiel gegen den VfL Wolfsburg am Knöchel. Laut SC-Trainer Julian Schuster besteht Hoffnung auf Glück im Unglück, dennoch bangt auch Bundestrainer Jürgen Klopp.
Die medizinischen Untersuchungen am Tag nach dem 3:2-Sieg gegen die Wölfe werden erst endgültige Klarheit über Treus Zustand bringen. Die verhängnisvolle Szene ereignete sich kurz vor dem Pausenpfiff: In der 39. Spielminute blieb Treu nach einem Zweikampf mit Wolfsburgs Cleiton verletzt am Boden liegen und signalisierte der Bank umgehend, dass er ausgewechselt werden muss.
SC-Trainer Schuster sagte nach Abpfiff: "Um wirklich eine detaillierte Info geben zu können, müssen wir die Untersuchungen morgen abwarten. Aber für den Moment sieht es so aus, dass er vielleicht Glück im Unglück hatte." Die Hoffnung auf eine glimpfliche Diagnose ist groß, denn für die Breisgauer beginnt eine kräftezehrende Phase der Saison.
Bereits am kommenden Samstag gastiert der Sport-Club um 15.30 Uhr beim FC Augsburg, ehe am darauffolgenden Donnerstag um 18.45 Uhr der Auftritt in der Conference League im türkischen Trabzon auf dem Programm steht. Abgerundet wird der Block vor der Länderspielpause am Sonntag um 17.30 Uhr mit dem Heimspiel gegen den 1. FC Union Berlin. Drei Pflichtaufgaben binnen acht Tagen, für die Schuster seinen gesetzten Außenverteidiger benötigt.
Treus Wert für das Freiburger Spiel spiegeln auch die nackten Zahlen wider. In zwölf Pflichtspielen setzte Schuster auf den Rechtsfuß. Mit Ausnahme des Bundesligaauftakts beim 4:1-Erfolg gegen Werder Bremen stand Treu ausnahmslos in der Anfangsformation und bestätigte das Vertrauen mit konstant stabilen Vorstellungen.
Die Entwicklung des Abwehrmanns blieb auch Bundestrainer Jürgen Klopp nicht verborgen. Im September nominierte Klopp den Freiburger erstmals für die Nationalmannschaft. Als einer von wenigen Akteuren stand Treu in drei Begegnungen über die vollen 90 Minuten auf dem Feld: Beim 1:1 in den Niederlanden, dem 2:0 gegen Serbien sowie beim torlosen Remis in Griechenland.
Nun droht Treu ein Dämpfer zur Unzeit. Am Donnerstag, den 5. November, nominiert Klopp das Aufgebot für die anstehenden Duelle in der Nations League - auswärts in Belgrad gegen Serbien (13. November) und vor heimischer Kulisse im Berliner Olympiastadion gegen die Niederlande (16. November).
Nachdem der Bundestrainer im September noch einen XXL-Kader von 44 Spielern versammelt hatte, wird das Aufgebot diesmal auf 23 Akteure reduziert. Ob Treu seinen Platz behaupten kann, entscheidet nun wohl der Befund der Ärzte.