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Zverev wird historischen Becker-Rekord knacken
Der historische Zverev-Moment im Video
Der historische Zverev-Moment im Video

Alexander Zverev übertrumpft Boris Becker! Der neue Weltranglistenerste knackt einen deutschen Rekord - und kann sich eine ironische Geste nicht verkneifen.

Zwölf Wochen stand Boris Becker insgesamt an der Spitze der ATP-Weltrangliste. Alexander Zverev wird diese Bestmarke nun übertreffen – dem Hamburger sind bereits mindestens 13 Wochen auf dem Tennisthron sicher. Ein historischer Rekord, den der 29-Jährige mit einer Portion Humor kommentierte.

„Eine Woche mehr als Boris?“, fragte Zverev auf der Pressekonferenz des ATP-Turniers in Wien. Dann ballte er ironisch jubelnd die Faust: „Sehr gut. Dann hat sich der Sieg ja gelohnt.“

Alexander Zverev bricht einen historischen Rekord von Tennis-Legende Boris Becker
Alexander Zverev bricht einen historischen Rekord von Tennis-Legende Boris BeckerAlexander Zverev bricht einen historischen Rekord von Tennis-Legende Boris Becker

Becker hatte dem Hamburger als einer der Ersten zu seinem historischen Erfolg gratuliert. „Gratulation, Sascha!!“, schrieb der sechsmalige Grand-Slam-Champion bei X. 35 Jahre nach seiner eigenen Regentschaft bekommt die deutsche Tennislegende nicht nur einen Nachfolger auf dem Tennisthron – sie verliert auch ihren Rekord als am längsten amtierende deutsche Nummer eins.

Zverev schreibt deutsche Tennisgeschichte

Den Führungswechsel an der ATP-Spitze besiegelte Zverev am Donnerstagabend mit einem 6:4, 7:5 gegen den Niederländer Tallon Griekspoor beim ATP-Turnier in Wien. Ab Montag (2. November) wird der 29-Jährige offiziell als Weltranglistenerster geführt und löst den Italiener Jannik Sinner ab.

Damit ist der Olympiasieger von Tokio der zweite Deutsche nach Becker, der die 1973 eingeführte ATP-Weltrangliste im Herreneinzel anführt. Dieses Kunststück gelang bislang nur 30 Spielern.

Während Becker 1991 auf insgesamt zwölf Wochen an der Spitze kam, sind Zverev bereits mindestens 13 sicher. Dass er seinen prominenten Vorgänger damit überflügelt, sei „natürlich wunderschön“, erklärte der Hamburger lachend.

„Es ist anders als ein Turnier zu gewinnen, anders als eine Trophäe zu gewinnen. Aber es ist natürlich ein wahnsinniges Gefühl“, sagte er am Sky-Mikrofon über seinen neuen Karriere-Höhepunkt.

Zverevs mutiger Kurswechsel zahlt sich aus

Der Rekord ist der nächste Höhepunkt eines Jahres, in dem Zverev seine Karriere auf ein neues Level gebracht hatte. Anfang Juni gewann er bei den French Open in Paris seinen langersehnten ersten Grand-Slam-Titel, wenige Monate später folgte bei den US Open in New York der Zweite. Nun krönt der 29-Jährige seine Traumsaison mit dem Sprung an die Weltranglistenspitze.

„Ich musste warten, aber manchmal muss man auf die besten Dinge im Leben warten“, blickte Zverev zurück. Als Schlüssel zu seinem Erfolg sah er auch eine Veränderung seines Spiels. Statt sich vor allem auf seine Konstanz zu verlassen, agiert der Deutsche inzwischen aggressiver und sucht häufiger selbst die Entscheidung.

„Ich war mutig. Ich habe mein Spiel geändert dieses Jahr“, erklärte er. Mit 29 Jahren noch einmal einen solchen Schritt zu wagen, sei keine Selbstverständlichkeit. „Ich glaube, das würde nicht jeder machen.“

Viel Zeit zum Feiern bleibt Zverev allerdings nicht. Bereits am Freitag (30. Oktober, ab ca. 17:30 Uhr) wartet in Wien das Viertelfinale gegen den Briten Arthur Fery.

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