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Schon ende September titelte der ‚kicker‘: „Die zwei Seiten des Joane Gadou“. Gemeint war, dass der 19-Jährige zu Saisonbeginn bereits seine Stärken in der Zweikampfführung eindrucksvoll unter Beweis stellte. Gleichzeitig offenbarte er aber teils eklatante Schwächen im Aufbauspiel, die seine Nebenmänner oder Torhüter Gregor Kobel ausmerzen mussten. Bestraft wurden die Unkonzentriertheiten kaum, die Leistung wird außerdem immer konstanter. Ein insgesamt starker Start.
Mit gerade einmal 19 ist das Potenzial beim Franzosen natürlich enorm. Schon in den ersten Wochen beim BVB ist eine rasche Entwicklung erkennbar. Geht es in diesem Tempo weiter, könnte Gadou schon bald zu einem Verteidiger der Extraklasse aufsteigen.
Wer als Teenager im Herrenbereich schon Erfahrung auf europäischer Ebene und fast 60 Pflichtspiele gesammelt hat, hat seinen Preis. 20 Millionen Euro plus fünf Millionen an Boni waren für Gadou eine Menge Geld. Geld, das gut angelegt war. Schon jetzt dürfte der Rechtsfuß ein Vielfaches wert sein. Die Investition in Gadou hat sich rentiert.
Der französische U21-Nationalspieler ist seit Saisonbeginn in der Defensive der Schwarz-Gelben gesetzt. Ein Zustand, der so vor der Spielzeit nicht zu erwarten war. Gadou wurde eine wichtige Rolle zugetraut. Doch auch Zeit, um anzukommen, wurde dem Abwehrspieler eigentlich gestattet. Diese hat er aber gar nicht nötig. Entsprechend hat Gadou die Erwartungen sogar übertroffen.
Ohne Ausstiegsklausel hat Gadou bis 2031 an der Strobelallee unterschrieben. Entsprechend müsste ein interessierter Verein mit dem BVB verhandeln, um den Franzosen loszueisen. Mit seiner Physis passt Gadou hervorragend in die Premier League und dürfte dort schon bald die großen Klubs auf den Plan rufen. Für Dortmund wird Gadou zur Goldgrube.
Gegen den FC Bayern (2:2) hat Niko Kovac alle überrascht und plötzlich auf eine Viererkette umgestellt. Gadou wurde kurzerhand zum Rechtsverteidiger umfunktioniert. Nach der Partie bekam der Youngster von seinem Kapitän Nico Schlotterbeck anerkennende Worte: „Er hat zum ersten Mal Rechtsverteidiger gespielt, gegen einen Topspieler wie Alphonso Davies ist das wirklich nicht leicht.“ Der Auftritt untermauert Gadous Flexibilität, mit der er sich für Kovac unverzichtbar macht.