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Ein turbulenter Abend in Paris. Mittendrin statt nur dabei: Kevin Trapp. Der Schlussmann muss ziemlich Verrücktes über sich ergehen lassen.
Paris – Die legendäre Nacht im Camp Nou sowie DFB- und Europapokal-Triumphe mit der Eintracht, Länderspiele für die deutsche Nationalmannschaft: Kevin Trapp hat in seiner Karriere definitiv schon einiges erlebt. Doch beim ohnehin verrückten 4:3-Erfolg im Topspiel über Stade Rennes feierte der inzwischen 36-Jährige eine höchstseltene Premiere. Denn: Alle drei Treffer der Gäste resultierten aus Elfmetern.
Stürmer Esteban Lepaul ließ es sich jeweils vom Punkt nicht nehmen und verwandelte zum Strafstoß-Dreierpack – so wie einst Leonardo Rodriguez, der 1994 kurzzeitig für den BVB spielte. Als Lepaul dies in der 88. Minute zum 3:3 vollbrachte, sah es endgültig nach einer Punkteteilung aus – schon zuvor konnte der Franzose jeweils ausgleichen. Doch das Trapp-Team schlug in der siebten Minute der Nachspielzeit zurück und traf ebenfalls per Elfmeter. Lassine Sianyoko sorgte für den Heimsieg.
Deshalb konnte auch Kevin Trapp am Ende lachen und durfte sich feiern lassen. Skurril, aber wahr: Trotz der drei Gegentore zeigte er nämlich eine gute Partie und gehörte mit einigen Paraden zu den Sieggaranten. Ebenfalls kurios: Der FC Paris ist nach sechs Spieltagen eines der fünf Teams, die gemeinsam mit 14 Zählern an der Spitze der Ligue 1 stehen.
Kevin Trapp wechselte im August 2025 zum damaligen Erstliga-Aufsteiger. Bei der Eintracht war es sein zweiter Abschied: Der Torhüter kam 2012 aus Kaiserslautern, ging 2015 zu Paris Saint-Germain und kehrte 2018 zurück. Insgesamt stand er damit zehn Jahre bei der Eintracht unter Vertrag und bestritt 383 Pflichtspiele.
Seine Zeit in Frankfurt endete mit einem emotionalen Abschied. In einem Video sagte Trapp: „Heute fällt es mir schwer, die richtigen Worte zu finden. Weil ich zwei Gefühle verpacken muss: Vorfreude und Traurigkeit in einem: ich freue mich auf ein neues Kapitel, bin aber gleichzeitig traurig, der Eintracht endgültig ade sagen zu müssen.“ Der Wechsel führte ihn erneut nach Paris, wo er nun das spektakuläre Kuriosum erlebte. (rele)