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Mit scharfen Worten hat Lothar Matthäus die Chefetage seines ehemaligen Vereins Borussia Mönchengladbach attackiert. Bei einem Sponsorentermin in München äußerte der 65-Jährige massive Bedenken an der aktuellen Ausrichtung des Traditionsklubs, der nach sechs Spieltagen bereits in höchster Abstiegsnot steckt.
Dabei bemängelte der Rekordnationalspieler vor allem das Fehlen einer klaren Linie. „Ich bin der Meinung, dass die führende Hand im ganzen Verein fehlt“, erklärte Matthäus deutlich, nachdem Gladbach auch das zweite Spiel unter Neu-Trainer Alexander Blessin verloren hatte.
📌 Gladbachs Horror-Start
Anstatt ständiger Harmonie brauche es laut dem Experten nun jemanden, der klare Ansagen an Spieler und Mitarbeiter verteilt. Die Ausgangslage für den weiteren Abstiegskampf schätzt der TV-Experte als alarmierend ein. „Sie sind total im Abstiegssumpf – und da sind sie ganz, ganz unten“, betonte der Ex-Profi.
Mit großem Unbehagen blickt Matthäus auf die anstehenden Partien. Er befürchtet, dass die anhaltenden Misserfolge die Spieler mental blockieren. „Und die Spiele werden nicht einfacher, weil die Köpfe durch diese Niederlagen nicht frei werden“, warnte der 65-Jährige.
In dieselbe Kerbe schlug bereits Sportchef Rouven Schröder. „Bei aller Kritik und allem, was wir haben, wir werden morgen den Laden nicht zusperren“, gab er sich zuletzt kämpferisch. „Wir werden versuchen, in die Köpfe der Spieler reinzukommen. Wir brauchen Geschlossenheit. Wir müssen den Jungs wieder Selbstvertrauen einflößen, weil es anders nicht funktionieren wird.“
Zuletzt kassierte die Borussia eine bittere Niederlage gegen die TSG Hoffenheim und verlor mit 1:2. Nach sechs absolvierten Spieltagen steht die Mannschaft damit komplett ohne Punkte da. Ein derart katastrophaler Start in eine Spielzeit stellt für den Verein ein historisches Tief dar.
In der gesamten Historie der Bundesliga mussten bisher lediglich Fortuna Düsseldorf in der Saison 1991/92, der FSV Mainz 05 in der Spielzeit 2020/21 sowie der VfL Bochum im Jahr 2022/23 sechs Auftaktniederlagen hinnehmen. Sieben verlorene Partien zum Start einer neuen Saison gab es in der höchsten deutschen Spielklasse allerdings noch nie. Um diesen traurigen Rekord nicht selbts für sich zu behaupten, muss Borussia Mönchengladbach kommenden Freitag (23. Oktober) gegen den VfB Stuttgart punkten. (mit dpa)