Zurück
Nach dem DFB-Pokal ist vor dem Bundesliga-Spitzenspiel. Am Samstag (31. Oktober) trifft der FC Bayern München auf den punktgleichen BVB. Im direkten Duell geht es um die alleinige Tabellenführung.
Wenig überraschend schickt der DFB einen seiner erfahrensten Schiedsrichter zu diesem Prestigeduell. Tobias Stieler soll die Partie Bayern – BVB pfeifen. Bei den Fans von Borussia Dortmund ruft diese Nominierung allerdings schlechte Erinnerungen hervor.
📌 FCB gegen BVB
Für Stieler ist es bereits das fünfte Spiel, das er zwischen den beiden Top-Klubs leitet. Sein letzter Einsatz liegt allerdings schon ein Weilchen zurück. Vor über sechs Jahren war das. Am 26. Mai 2020, während wegen der Corona-Pandemie Geisterspiele ausgetragen wurden, pfiff Stieler die Partie in Dortmund.
Dortmund war gut aus der Corona-Pause gestartet, hatte kurz zuvor unter anderem das Derby mit 4:0 gewonnen. In der Tabelle trennten den BVB gerade einmal vier Punkte von den Bayern. Mit einem Erfolg hätte man die Meisterschaft wieder richtig spannend gemacht. Es sollte jedoch anders kommen.
Zur Pause hatten die Münchener nach einem Tor von Joshua Kimmich mit 1:0 geführt. In der 58. Minute dann die Szene, die die Gemüter erhitzte: Einen Schuss von Erling Haaland blockte Jerome Boateng mit abgespreiztem Oberarm ab und lenkte den Ball um den Pfosten. Der Elfmeterpfiff Stielers blieb allerdings aus. Auch der Videobeweis schaltete sich nicht ein. Aus Sicht von Dortmunder-Fans unverständlich.
Mit einem Elfmeter hätte die Partie zugunsten der Borussia kippen können. So blieb es allerdings beim knappen Bayern-Sieg, die in der Tabelle davon zogen und letztlich die Meisterschaft feierten.
Auch wenn die Szene über sechs Jahre her ist, ist sie in den Köpfen mancher Dortmunder noch präsent. Zusätzlich sorgt Stielers jüngster Auftritt im DFB-Pokal für Aufregung. In der Partie Hamburg gegen Frankfurt verweigerte er den Hamburgern im ersten Durchgang einen Strafstoß. Nach sagte er, dass das keine klare Fehlentscheidung gewesen sei, die bessere Entscheidung aber wohl Strafstoß gewesen wäre. Zudem gab es für den Frankfurter Nnamdi Collins nach einem harten Zweikampf nur eine Ermahnung statt Gelb-Rot.
Eigentlich hätte Daniel Siebert die Partie Bayern – BVB laut „Kicker“ leiten sollen. Der deutsche Schiedsrichter, der vergangene Saison das Champions-League-Finale leitete, muss allerdings verletzungsbedingt passen.