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Er sollte den Abgang von Florian Wirtz kompensieren und Bayer Leverkusen weiterhin kompetitiv halten. Zu diesem Zweck bekam Malik Tillman bei seinem Wechsel zur Werkself 2025 auch die prestigeträchtige Nummer zehn. Zudem avancierte er mit 35 Millionen Euro Ablöse zum Leverkusener Rekordeinkauf.
Gut anderthalb Jahre später ist der US-Nationalspieler auf dem vorläufigen Tiefpunkt angekommen. Bei der 2:4-Niederlage gegen den VfB Stuttgart wurde Tillman in der 75. Minute eingewechselt – und dabei ausgepfiffen.
Tillman wirkt in Leverkusen noch immer wie ein Fremdkörper, stand bereits im Sommer kurz vor einem Abgang. Doch er blieb, um sich unter dem neuen Trainer Carles Martinez zu beweisen und durchzusetzen.
Dieses Vorhaben ist aktuell grandios gescheitert. "Ich finde es schade. Malik hatte eine gute Phase. Am Mittwoch im Pokal (gegen Nürnberg; Anm. d. Red.) hat er sich schwergetan" erklärte Sport-Boss Simon Rolfes. Gegen den Club durfte Tillman von Beginn an ran, wurde jedoch nach 45 Minuten ausgewechselt.
Bleibt dem 24-Jährigen jetzt nur noch die Flucht im Winter? Das Potenzial von Tillman ist schließlich unbestritten, das zeigt er regelmäßig in der US-Nationalmannschaft.
"Wir werden ihm helfen, sich zu verbessern. Es liegt an uns allen, Malik besser zu machen und diese Wahrnehmung zu verändern."
Carles Martinez
Martinez hat Tillman dabei noch nicht aufgegeben, er sieht das Problem vor allem im mentalen Bereich: "Wir arbeiten mit ihm, weil seine Mentalität manchmal angeschlagen ist. Fußball ist Fußball, aber wenn du mental nicht so gut drauf bist, ist es noch schwieriger. Wir werden ihm helfen, sich zu verbessern. Es liegt an uns allen, Malik besser zu machen und diese Wahrnehmung zu verändern."
Rolfes gibt dem 24-Jährigen doch klare Forderungen für die kommenden Wochen an die Hand. "Als Spieler musst du nach vorne, auch in schwierigen Zeiten, wenn du gerade keine gute Situation hast. Da hilft dir nur die Flucht nach vorne. Wichtig ist, dass Malik das macht. Das Selbstvertrauen musst du als Spieler behalten, weil du in deiner Karriere immer wieder schwierige Phasen hast. Da musst du an dich selbst glauben", erklärte der 44-Jährige.
Schafft TIllman das nicht, dann könnte im Winter ein vorzetiges Ende seiner Zeit in Leverkusen anstehen.