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Rote Karte gegen St. Gallen –: Verband räumt Fehler ein: YB-Fernandes hätte nicht vom Platz fliegen dürfen

Die fragwürdige Rote Karte gegen Edimilson Fernandes wurde heiss diskutiert. Der Schweizerische Fussballverband gesteht nun ein: Der Schiedsrichter hat falsch entschieden.

Nick Erne
Publiziert heute um 22:24 Uhr
Schiedsrichter Lukas Faehndrich zeigt Edimilson Fernandes (BSC Young Boys) die Rote Karte im Super-League-Spiel gegen den FC St.Gallen.
Schiedsrichter Lukas Fähndrich stellt Edimilson Fernandes vom Platz, dieser versteht die Welt nicht mehr.

Für die Berner Young Boys hatte die umstrittene Rote Karte gegen Edimilson Fernandes schlussendlich keine Konsequenzen: YB kassierte auch zu zehnt keinen Gegentreffer mehr und gewann gegen St. Gallen mit 2:0. Heiss diskutiert wurde die Entscheidung von Schiedsrichter Lukas Fähndrich dennoch.

Fernandes hatte St. Gallens Lukas Görtler mit dem rechten Bein vom Ball getrennt, zog dann aber den linken Fuss nach – und traf damit den FCSG-Captain über dem Knöchel. Fähndrich zeigte erst Gelb. Nach einer Intervention von Videoschiedsrichter Fedayi San entschied er sich um und stellte Fernandes vom Platz.

Schmerzhaft dürfte die Aktion für Görtler allemal gewesen sein. Doch Rücksichtslosigkeit oder gar Absicht konnte Fernandes nicht unterstellt werden. Entsprechend wurde der Schiedsrichterentscheid vielerorts in Frage gestellt.

Auch der Schweizerische Fussballverband pflichtet der Kritik bei – und gesteht einen Fehler Fähndrichs ein. «Der Spieler #6 von YB geht in den Zweikampf. Er spielt zwar den Ball, trifft den Gegenspieler #16 von SG jedoch anschliessend mit dem nachziehenden Bein (trailing leg). Da der Fuss des Gegenspielers nicht am Boden blockiert ist, ist die Intensität nicht ausreichend für ein Vergehen mit übermässiger Härte (kein ausschlusswürdiges Vergehen). Korrekter Entscheid: direkter Freistoss und Gelbe Karte», wird der Verband von SRF zitiert.

Edimilson Fernandes könnte lange gesperrt werden

Weil Fernandes in dieser Saison schon zum zweiten Mal mit einer direkten Roten Karte vom Platz flog, könnte er nun mit einer längeren Sperre belegt werden. Thun-Captain Marco Bürki etwa – ebenfalls ein Wiederholungstäter – musste vier Spiele absitzen. Für welches Strafmass sich die Swiss Football League entscheiden wird, ist noch offen.

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