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44 Akteure nominierte Jürgen Klopp für seinen ersten DFB-Kader - 16 davon hatten bis dato noch kein Länderspiel absolviert. Für einige der Neulinge ist das Kapitel Nationalmannschaft wohl vorerst vorbei, andere haben sich empfohlen.
44 Akteure nominierte Jürgen Klopp für seinen ersten DFB-Kader - 16 davon hatten bis dato noch kein Länderspiel absolviert. Für einige der Neulinge ist das Kapitel Nationalmannschaft wohl vorerst vorbei, andere haben sich empfohlen. 44 Spieler nominierte Jürgen Klopp für seinen ersten DFB-Kader, 16 von ihnen hatten zuvor noch kein Länderspiel absolviert.
Nun steht der Bundestrainer vor einem großen Kaderschnitt. Einige seiner Überraschungskandidaten haben sich für weitere Einsätze empfohlen, andere dürften vorerst außen vor bleiben. In seinen ersten vier Spielen experimentierte Klopp ausgiebig, holte dabei aber nur fünf von zwölf möglichen Punkten. In den beiden verbleibenden Nations-League-Partien in Belgrad gegen Serbien und gegen die Niederlande in Berlin braucht die DFB-Elf nun möglichst zwei Siege, um noch das Viertelfinale zu erreichen. Dafür muss Klopp seinen XXL-Kader deutlich verkleinern: Maximal 26 Spieler darf er am Donnerstag nominieren. Dabei wird der Bundestrainer vor allem wohl einige seiner Überraschungs-Neulinge streichen.
Doch wer hat sich empfohlen - und für wen wird es eng? Mit Philipp Treu, Derry Scherhant, Yannik Engelhardt und Max Rosenfelder nominierte Klopp gleich vier DFB-Debütanten vom SC Freiburg. Treu stand im ersten Spiel gegen die Niederlande direkt in der Startelf und war am ersten Tor der Klopp-Ära durch Felix Nmecha maßgeblich beteiligt. Zwei weitere Startelfeinsätze folgten, in denen der 25-Jährige auf der unterbesetzten Rechtsverteidiger-Position Pluspunkte sammelte.
Einen guten Eindruck hinterließ auch Scherhant, der einer der Lichtblicke in einer sonst oft ungefährlichen DFB-Offensive war. Beide dürfen sich berechtigte Hoffnungen auf eine erneute Nominierung machen - solange Treu sich rechtzeitig von seiner Kapselverletzung erholt. Anders sieht die Situation bei Engelhardt und Rosenfelder aus. Zwar durfte Engelhardt gegen die Niederlande ebenfalls sein Debüt feiern, sticht seither aber auch im Verein zu wenig heraus.
Mit Joshua Kimmich, Aleksandar Pavlović, Tom Bischof, Felix Nmecha oder auch Nadiem Amiri ist die Konkurrenz im zentralen Mittelfeld zudem sehr groß. Rosenfelder blieb beim DFB ohne Einsatz und gehört auch bei den Freiburgern nicht zum Stammpersonal. Der 23-Jährige spielt meist nur in derMit Younes Ebnoutalib, Hennes Behrens und Bambase Conté feierten drei weitere Akteure aus der Bundesliga ihr Debüt in der Nationalmannschaft.
Dabei ragte zwar keiner der drei so richtig heraus, einen Vorteil hat Ebnoutalib jedoch gegenüber den anderen: Auf der Stürmer-Position ist bis auf Kai Havertz keiner gesetzt. Wie Klopp zuletzt anmerkte, passt der aktuelle Bundesliga-Toptorjäger Niclas Füllkrug nicht in die von ihm angedachte Altersstruktur.
Zudem will sich derDie Durchstarter Nicolo Tresoldi und Wael Mohya gelten als künftige A-Nationalspieler - aber bei welchem Land? Diese Personalien sind auch eine Aufgabe für Jürgen Klopp. Die Fans von Juventus Turin wählten Nick Woltemade zwar jüngst zum Spieler des Monats Oktober, doch der 24-Jährige wartet noch immer auf sein erstes Ligator. Und auch im Vergleich mit seinem Teamkollegen bei Eintracht Frankfurt, Jonathan Burkardt, hat Ebnoutalib derzeit die bessere Form.
Zehn Torbeteiligungen in zehn Pflichtspielen sprechen für sich - und könnten ihm einen erneute Nominierung sichern. Behrens hat auf der Linksverteidigerposition mit Nathaniel Brown, David Raum und Maximilian Mittelstädt gleich drei hochkarätige Namen vor der Nase. In der Offensive muss sich Conté unter anderem mit Florian Wirtz, Said El Mala oder Karim Adeyemi messen. Erneute Nominierungen scheinen bei beiden unwahrscheinlich.
Selbiges gilt für Brajan Gruda, der aufgrund einer Verletzung gar nicht erst zum vergangenen DFB-Lehrgang anreisen konnte. Der Leipziger liefert derzeit zu unkonstant ab. Finn Jeltsch wartet ebenso noch auf sein DFB-Debüt, muss sich aber wohl auch erstmal hinter Nico Schlotterbeck, Jonathan Tah, Waldemar Anton, Yann Aurel Bisseck und Malick Thiaw anstellen. Die besten Chancen unter denen, die trotz Nominierung noch aufs Debüt warten, darf sich der Elversberger Felix Keidel ausrechnen.
Im Verein kommt er in dieser Saison eher im defensiven Mittelfeld zum Einsatz und sammelte schon fünf Torbeteiligungen, darunter zwei direkt verwandelte Freistoßtore. Sein großer Vorteil: Er kann auch die dünn besetzte Rechtsverteidigerposition bekleiden. Neben dem angeschlagenen Treu war dort zuletzt noch Stuttgarts Josha Vagnoman nominiert, der fällt bis zur Länderspielpause allerdings mit einer Oberschenkel-Zerrung aus. Eine der größten Überraschungen aus Klopps XXL-Kader war zweifelsohne Mika Baur.
Seit Sommer steht der Aufstiegsheld des SC Paderborn beiin Schottland unter Vertrag. Dort gehört er weiterhin zum Stammpersonal, sorgte zuletzt mit einem Traum-Solo und anschließendem Lupfer-Tor gegen dieseit der Länderspielpause keins der vier Ligaspiele gewann und in den vergangenen beiden Partien zunächst von der Bank zusehen musste. Baur, Janelt und Stach haben eher Außenseiterchancen auf eine erneute Nominierung. Im September hatte Klopp bei den Telefonaten viele Lebensträume erfüllt, nun dürften einige unangenehme Anrufe folgen.
Für viele Neulinge ist die Nationalmannschaft zumindest vorerst wieder Geschichte. Aber wer weiß schon, welche Überraschungen Klopp dieses Mal bereithält.