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Ski-Olympiasiegerin verkündet Entscheidung über sofortigen Rücktritt

Die Schweizer Olympiasiegerin Michelle Gisin hat emotional ihr sofortiges Karriereende erklärt und blickt auf eine erfogreiche Laufbahn zurück.

München – Die Schweizer Ski-Olympiasiegerin Michelle Gisin hat ihre Karriere mit sofortiger Wirkung beendet. Die 32-Jährige gab ihre Entscheidung auf einer Pressekonferenz oberhalb ihres Heimatorts Engelberg bekannt. Sie setzt damit nach monatelanger Reha einen Schlusspunkt unter ihre Weltcup-Laufbahn. Gisin begann den Auftritt mit den Worten: „Heute ist ein sehr bedeutender Tag in meinem Leben. Ich werde mich vom Skisport verabschieden.“

Michelle Gisin beendet ihre Karriere.
Michelle Gisin beendet ihre Karriere. © Michael Schmid/dpa

Sie fügte hinzu: „Im Herz habe ich gemerkt: Es ist gut.“ Gisin sagte auch, sie sei dankbar „für die unglaublichen Jahre, die ich auf diesem Level fahren konnte“. Der Entscheid habe aber zu emotionalen Wochen und vielen Gesprächen mit nahestehenden Menschen geführt. Auslöser war ein schwerer Trainingssturz im Dezember 2025 in St. Moritz. Sie erlitt dabei schwere Verletzungen an Halswirbelsäule, Handgelenk und Knie und musste mehrfach operiert werden.

Rücktritt von Ski-Olympiasiegerin

Rund 327 Tage lagen zwischen dem Unfall und der Rücktrittsverkündung. Gisin hatte sich lange offengehalten, ob sie in den Weltcup zurückkehrt. Sie wollte nach eigener Aussage noch einmal auf Skiern stehen, um zu entscheiden. Sie sagte, sie wolle ihre Laufbahn nicht „auf der Physio-Liege beenden“.

Wie der Entscheid reifte, schilderte sie bei der Pressekonferenz. Bei ihrer Rückkehr nach St. Moritz im September, zunächst ohne Ski auf der Piste, habe sich ein Kreis geschlossen. Sie habe sich nicht vorstellen können, dort mit einer Startnummer hinunterzufahren. Gisin sprach von einem langen Prozess, der parallel zur Rehabilitation und schon in den Jahren davor stattgefunden habe. Beim Wiedersehen mit St. Moritz habe sie vor allem Dankbarkeit gespürt, für ihre Gesundheit und für die schönen Momente ihrer Karriere.

Sportlich hinterlässt Gisin eine beeindruckende Bilanz. Sie gewann 2018 in Pyeongchang und 2022 in Peking Gold in der Alpinen Kombination. Dazu kommen Olympia-Bronze im Super-G und zwei WM‑Medaillen. In 291 Weltcuprennen fuhr sie 22 Mal aufs Podest und gewann zwei Rennen. Als persönliches Karrierehighlight nannte sie das Podest im Riesenslalom von Kranjska Gora. Ebenso wichtig sei ihr gewesen, über Jahre in der Weltspitze mitgehalten zu haben. Dem Skisport bleibt Gisin erhalten. Seit 2023 ist sie offizielle Botschafterin der Ski-Weltmeisterschaften 2027 in Crans-Montana (smr)

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