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Horner rechnet mit Webber ab: War "respektlos" gegenüber Red Bull

Christian Horner kritisiert Mark Webbers Abschied von Red Bull als respektlos: Gleichzeitig erklärt er, warum Daniel Ricciardo sofort überzeugte

Horner rechnet mit Webber ab: War "respektlos" gegenüber Red Bull

Christian Horner blickt bis heute kritisch auf den Abschied von Mark Webber bei Red Bull zurück. Der Australier verkündete 2013 seinen Rücktritt aus der Formel 1 und seinen Wechsel zu Porsche, ohne den damaligen Teamchef vorher persönlich zu informieren.

Horner empfand das als respektlos - auch gegenüber dem Team. Gleichzeitig erinnert er sich daran, wie Daniel Ricciardo Webbers Platz einnahm und Red Bull mit drei Siegen in seiner ersten Saison überraschte. "Ich war einfach traurig, dass er auf diese Weise ging", sagt Horner im Interview mit 60 Minutes Australia. "Ich fand es auch dem Team gegenüber respektlos."

Webbers Abschied nach der Eskalation mit Vettel

Webbers Verhältnis zu Red Bull war 2013 bereits schwer belastet. Besonders der Grand Prix von Malaysia hatte die Spannungen zwischen ihm und Sebastian Vettel verschärft. Beim berühmten "Multi-21"-Zwischenfall ignorierte Vettel die Anweisung des Teams und überholte Webber trotz der Vorgabe, die Positionen zu halten. Der Deutsche gewann das Rennen, während Webber seinen Ärger über das Vorgehen offen zeigte.

Vor dem Großen Preis von Großbritannien kündigte Webber schließlich an, seine Formel-1-Karriere nach der Saison zu beenden und zu Porsche in den Langstreckensport zu wechseln. Dass Horner davon nicht zuerst persönlich erfuhr, blieb dem Teamchef in Erinnerung.

Inzwischen habe sich das Verhältnis zwischen beiden verbessert, erklärt Horner. Seine Kritik an der damaligen Art des Abschieds bleibt dennoch deutlich. Der Konflikt rund um "Multi 21" war ein zentraler Teil der Vorgeschichte - Webbers Entscheidung, seinen Wechsel öffentlich zu machen, setzte dem schwierigen Kapitel ein weiteres Zeichen.

Ricciardo überzeugte Red Bull sofort

Webbers Abgang machte den Weg für Daniel Ricciardo frei. Der Australier wechselte 2014 von Toro Rosso ins Red-Bull-Stammteam. Zunächst war intern nicht selbstverständlich, dass er sich in einem Topteam behaupten und regelmäßig an der Spitze mitfahren würde.

"Unsere Bedenken waren, dass wir ihn noch nicht viele Autos überholen gesehen hatten. Doch als er im Red Bull saß, hörte er nicht mehr auf, andere zu überholen", erinnert sich Horner. "Er wurde beim Anbremsen zu einem Tier und gewann in seinem ersten Jahr bei uns drei Grand Prix."

Ricciardo siegte 2014 in Kanada, Ungarn und Belgien. Das gelang in einer Saison, die Mercedes mit der Einführung der Turbo-Hybrid-Antriebe dominierte. Zudem setzte sich Ricciardo teamintern gegen Vettel durch, der zuvor vier Weltmeistertitel in Folge gewonnen hatte.

Damit lieferte Ricciardo schnell den Beweis, dass Red Bull mit seiner Beförderung richtiggelegen hatte. Seine aggressive Überholweise und seine Stärke beim späten Anbremsen wurden zu Markenzeichen.

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