Zurück
Ausgerechnet Jürgen Klopp sorgt bei Borussia Dortmund für lange Gesichter! Der Bundestrainer verzichtet bei den anstehenden Länderspielen gegen Serbien und die Niederlande erneut auf Maximilian Beier. Für den BVB-Star ist das ein bitterer Rückschlag. Und auch Trainer Niko Kovac macht keinen Hehl daraus, dass er sich eine andere Entscheidung gewünscht hätte.
„Für Maxi ist es natürlich sehr enttäuschend, und ich hätte mir gewünscht, dass er dabei gewesen wäre“, erklärte Kovac am Freitag (6. November) auf der BVB-Pressekonferenz. Der 24-Jährige muss damit erneut zusehen, während seine Nationalmannschaftskollegen zum DFB reisen. Dabei hatte er sich zuletzt mit wichtigen Toren wieder in den Vordergrund gespielt. Doch ausgerechnet jetzt könnte sich für Beier bei Borussia Dortmund eine neue Tür öffnen.
📌 Das ist Maximilian Beier
Für Beier wiederholt sich damit eine unangenehme Geschichte. Bereits im September hatte Klopp den Offensivspieler bei seiner ersten Kadernominierung übergangen – obwohl damals gleich 44 Spieler berücksichtigt wurden. Kovac verriet seinerzeit, sein Schützling sei deshalb „ein bisschen geknickt und enttäuscht“ gewesen.
Nun folgte die nächste Absage. Diesmal berief Klopp nur 24 Spieler, darunter mit Niclas Füllkrug einen Rückkehrer und mit Wael Mohya einen Neuling. Beier ging erneut leer aus. Dabei erzielte er seit der ersten Nichtnominierung unter anderem die entscheidenden Treffer gegen Stuttgart und Frankfurt.
Kovac betonte, dass ausschließlich der Bundestrainer über seine Auswahl entscheide. „Jürgen entscheidet das. Er ist Nationaltrainer, er weiß ganz genau, was er braucht und wie er es sieht.“ Seine Enttäuschung über Beiers Fehlen konnte der Dortmunder Coach trotzdem nicht verbergen.
Besonders interessant ist dabei, was Beier selbst bereits Anfang Oktober über seine Gespräche mit Klopp verraten hatte. Der Bundestrainer habe ihm ein ehrliches Feedback gegeben, sagte er damals bei Sky. Dabei spiele seine derzeitige Positionierung „die eine oder andere Rolle“.
Beier wollte sich davon nicht entmutigen lassen. „Ich kann es ihm schwerer machen, indem ich einfach gut spiele“, erklärte er damals. Doch auch seine jüngsten wichtigen Tore reichten offenbar nicht aus, um Klopp umzustimmen.
Nun könnte Beier allerdings ausgerechnet durch einen bitteren Rückschlag seines Vereins neue Argumente sammeln. Serhou Guirassy fällt mit einer Zerrung aus. Kovac muss seinen Angriff deshalb umbauen – und brachte auf der Pressekonferenz ausdrücklich Beier als Alternative für eine offensivere Rolle ins Gespräch.
Für Beier wäre das eine große Gelegenheit. Statt auf der Außenbahn ständig zwischen Angriff und Verteidigung pendeln zu müssen, könnte er endlich wieder näher am gegnerischen Tor spielen. Dort also, wo er seine stärksten Leistungen gezeigt hat.
Seinen Schützling will Kovac nach der erneuten DFB-Enttäuschung jedenfalls ausdrücklich unterstützen. „Maxi ist für uns trotzdem sehr wichtig“, betonte der Trainer. Er sei ein „vollwertiger Spieler dieses Clubs“ und werde die Enttäuschung wegstecken.
„Wir werden ihn aufbauen, er wird weiterhin seine Leistung bringen“, versprach Kovac. Der BVB-Coach ist überzeugt, dass Beier daraus lernen und stärker zurückkommen wird. Auch eine neue Chance im Nationaltrikot traut er ihm weiterhin zu.
Zunächst liegt Beiers Zukunft allerdings in Dortmund. Gegen Elversberg könnte sich schon am Samstag zeigen, ob Kovac ihn tatsächlich wieder offensiver einsetzt.
Klopps Absage schmerzt. Doch sollte Beier jetzt auf seiner bevorzugten Position aufblühen, könnte genau daraus die beste Antwort an den Bundestrainer entstehen.