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Tor oder kein Tor? Diese Frage stellen sich zwei französische Klubs in einem Ligaspiel. Der Trainer von Auxerre spricht von einer Fehlfunktion der Technik
26.10.2026, 16:0026.10.2026, 16:00
Kim Steinke / t-online
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Das Duell zwischen AJ Auxerre und dem FC Le Mans in der französischen Ligue 1 ist von einer Schiedsrichter-Kontroverse überschattet worden. Nach dem 1:1 am Sonntag herrschten offenbar Uneinigkeiten darüber, ob der Treffer von Lucas Buadés (48. Minute) zum zwischenzeitlichen 1:0 für den angereisten Aufsteiger hätte zählen dürfen.
Was war passiert? Kurz nach Wiederanpfiff landete ein Freistoss aus dem Halbfeld auf dem Kopf von Buadés. Der Profi drückte die Kugel abgefälscht in Richtung des kurzen Ecks. Auxerres Schlussmann Paul Nardi reagierte stark und stoppte den Ball auf der Linie. Zumindest sah es danach aus. Schiedsrichter Willy Delajod liess zunächst weiterspielen. Dann meldete sich plötzlich die automatische Torlinientechnik auf der Uhr des Unparteiischen und meldete ein Tor für Le Mans.
Auxerre-Trainer Will Still regte sich auf, konnte die Entscheidung nicht nachvollziehen. Nach dem Abpfiff erklärte er bei Ligue1+, dass es offenbar zu technischen Problemen gekommen sei. Die Schiedsrichter hätten ihm gesagt: «Nur zwei der vier Uhren ertönten, wir hatten eine Computerpanne, so etwas ist beispiellos.»
🧤 "C'est son gant !" Will Still démontre le fait qu'il y a eu une erreur technologique sur le but de Le Mans ! https://t.co/D0j8fOTfbl
— L1+ (@ligue1plus) October 25, 2026
Die Bilder der Torlinien-Technik scheinen tatsächlich nicht ganz aufzugehen.
Der Unparteiische Delajod überprüfte daher die Szene während des Spiels noch einmal am Bildschirm. Anhand der Aufnahmen liess sich allerdings nicht zweifelsfrei feststellen, dass der Ball die Linie nicht vollständig überquert hatte. Die Entscheidung auf Tor für Le Mans blieb bestehen. Unverständlich für Trainer Still. Es sei «aus jedem erdenklichen Blickwinkel betrachtet» kein Tor. Die Technik habe das Spielgerät mit Nardis Handschuh vertauscht.
«Ich schwöre, es ist sein Handschuh, den man im Spiel sieht. Wenn man sich die Wiederholung hinter dem Tor ansieht, ist es unmöglich, dass der Ball im Tor war», redete sich der Cheftrainer in Rage. Auch Schlussmann Nardi sei sich «zu 300 Prozent sicher, dass das kein Tor war». Dennoch akzeptierte er die Entscheidung und fügte selbstironisch an: «Roboter sind vielleicht besser als Menschen. Wenn man sagt, dass es ein Tor war, und sich zu hundert Prozent sicher ist (...) tja, dann ist das eben so.» (abu/t-online.de)