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Schon im Vorfeld des MotoGP-Events in Katar ließ Raul Fernandez in seiner Medienrunde die für ihn wichtigste Botschaft fallen: « Ich konnte den Prozess beschleunigen .» Gemeint war der Heilungsprozess seines am 11. Oktober in Indonesien gebrochenen Fingers , für den der Trackhouse-Pilot für Extraschichten mit dem eigenen Physiotherapeuten in die Heimat geflogen war.
Was fehlte, war der Praxistest, und der folgte am Freitag: Schon im ersten freien Training setzte sich der Madrilene auf den siebten Platz, doch noch wichtiger war der direkte Einzug ins Qualifying 2. Der fünfte Platz im Zeittraining machte das möglich, auch wenn für den 26-Jährigen nicht alles nach Wunsch lief: «Die Verletzung schmerzt und die Beweglichkeit ist noch nicht komplett wiederhergestellt. Ich kann aber wieder mit meinem Stil fahren.»
Auf Phillip Island Ende Oktober war das noch nicht der Fall, auch in Malaysia am vergangenen Wochenende musste er passen: « Die Fraktur war in Australien noch nicht geschlossen . Der Körper gibt einem dann Signale: Man sollte vorsichtig sein und keinen Blödsinn machen.» In den Rundenzeiten auf dem Kurs in Katar schlägt sich die bessere körperliche Verfassung des Mannes mit der Nummer 25 nieder: Drei Zehntelsekunden flotter war die schnellste Runde des ehemaligen Moto2-Vizeweltmeisters am Freitag als die von Stallkollege Ai Ogura auf Platz 9. Auch Konstanz sei ein wiedererlangter Vorteil für Fernandez: «Es fühlt sich nicht wie in Australien an, als es für mich mit der Hand nach wenigen Runden sehr unangenehm war. Wir können hier schnelle Rundenzeiten fahren und sie danach Runde um Runde verbessern. Vielleicht bin ich noch nicht völlig bereit, aber es wird immer besser.»
Fernandez' größter Nachteil: «Meine Bewegungen sind viel langsamer.» Positiv ist jedoch, dass auch die RS-GP für den Lusail International Circuit geschaffen scheint: Alle vier Piloten auf einer Aprilia sind im Q2: «Unser Motorrad ist hier sehr gut. Aber wir haben keinen Autopiloten, der das Motorrad von allein fährt, sondern die Fahrer auf der RS-GP sind hier alle stark!» Doch auch da gab es für den Siebten der Weltmeisterschaftswertung ein Haar in der Suppe: «Den Rundenrekord ist eine Ducati gefahren.»