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Der 1. FC Heidenheim (hier Alessandro Vogt r.) und Hannover 96 (hier Jean Hugonet) trennen sich unentschieden. © IMAGO/Jan Huebner/Eduard Martin
Hannover 96 verpasst im Spiel gegen den 1. FC Heidenheim den zweiten Sieg unter Trainer Sandro Wagner. Der VfL Bochum siegt in den Schlussminuten, Magdeburg setzt ein Ausrufezeichen.
Der 1. FC Heidenheim hat in der 2. Fußball-Bundesliga auch sein sechstes Spiel nacheinander nicht gewinnen können. Fünf Tage nach der Ankündigung von Trainer Frank Schmidt, seinen Posten am Saisonende nach dann fast 20 Jahren abzugeben, musste sich der Absteiger mit einem 2:2 (1:0) gegen Hannover 96 zufrieden geben. Die Gäste trafen in der Schlussphase durch Ime Okons Kopfball nur den Pfosten (86.).
Budu Siwsiwadse (66.) rettete den Heidenheimern in einer munteren zweiten Halbzeit zumindest einen Punkt. Zuvor hatten Stefan Thordarson (55.) und Jean Hugonet (63.) nach dem Führungstreffer von Tim Siersleben (43.) das Spiel vorübergehend gedreht. Im sechsten Pflichtspiel unter Trainer Sandro Wagner blieb Hannover nach dem 2:1 in der Vorwoche gegen Dynamo Dresden zum fünften Mal sieglos.
Hannover war zunächst aktiver und hätte früh durch Husseyn Chakroun in Führung gehen können (12.). Chancen waren danach Mangelware, ehe Heidenheims Torhüter Thomas Dähme einen Schuss von Franz Roggow aus kurzer Distanz großartig parierte (35.). Das 1:0 für Heidenheim fiel danach fast wie aus dem Nichts und nach einem Freistoß, den Hugonet unfreiwillig auf Siersleben verlängerte.
Nach der Pause ging es hin und her. Thoradson und Hugenot nutzten innerhalb von acht Minuten die Unaufmerksamkeiten der Heidenheimer. Nach dem schnellen Ausgleich durch Siwsiwadse vergaben auch Chakroun (71.) für Hannover sowie vor allem der eingewechselte Christian Conteh (73., 79.) für Heidenheim beste Chancen zum Sieg.
Der 1. FC Magdeburg hielt im Parallelspiel den Anschluss an die Aufstiegsränge und setzte ein kleines Aufrufezeichen. Die Mannschaft von Trainer Petrik Sander besiegte den Erstliga-Absteiger FC St. Pauli mit 4:1 (1:0). Mit 20 Punkten steht der Europapokalsieger von 1974 nur einen Zähler hinter dem 1. FC Kaiserslautern, der Relegationsrang drei belegt.
Mittelstürmer Mateusz Zukowski (27.) mit einem Traumtor, Anselmo García MacNulty (48.), Herbert Bockhorn (89.) und Roko Simic (90.+1) schossen die Magdeburger zum Erfolg. In den vergangenen sieben Spielen setzte es für das Sander-Team lediglich eine Niederlage. Eric Smith (58.) traf für die Hamburger, bei denen Louis Oppie (82.) in der Schlussphase wegen groben Foulspiels die Rote Karte sah.
Der VfL Bochum holte sich an einem Tag der Traumtore endlich den ersten Heimsieg der Saison und konnte sich vom Tabellenkeller etwas absetzen. Die Mannschaft von Trainer Uwe Rösler gewann am Sonntag zu Hause nach einem wilden Spektakel mit 3:2 (1:1) gegen den Karlsruher SC.
Hofmann ließ die Fans mit seinem zweiten Treffer in der Nachspielzeit (90.+2) jubeln, zudem war der Angreifer in der 53. Minute erfolgreich. Auch Christian Rasmussen (6.) traf für Bochum. Die Tore von Kevin Wiethaup (8.) und Tim Civeja (50.) aus 51,6 Metern, also knapp von der Mittellinie, waren für den KSC am Ende zu wenig.
Bochum verbesserte sich durch den dritten Pflichtspielsieg in Serie in der Tabelle auf Rang acht, Karlsruhe rutschte auf Platz 16 ab. (SID/bearbeitet von jum)