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Isack Hadjar rudert zurück: "Das hätte ich für mich behalten sollen"

Isack Hadjar ließ nach dem US-Grand-Prix seinem Frust freien Lauf: In Mexiko räumt der Formel-1-Pilot nun ein, dass er dabei zu weit gegangen ist

Isack Hadjar rudert zurück: "Das hätte ich für mich behalten sollen"

Formel-1-Fahrer Isack Hadjar rudert nach der Kritik an Red Bull zurück: Nach dem Großen Preis der USA hatte der Franzose seinem Ärger über Strategiefehler, Funkprobleme und die misslungenen Starts freien Lauf gelassen. In Mexiko räumt er nun ein, dass er dabei nicht alles hätte sagen sollen..

"Ich habe nicht wirklich nachgedacht. Wir müssen ehrlich zu uns selbst sein, aber manches hätte ich besser für mich behalten sollen. Das ist mir bewusst", sagt Hadjar im Vorfeld des Formel-1-Rennens in Mexiko-Stadt. (Formel 1 im Liveticker)

Hadjar betonte, dass er durchaus das Recht habe, seine Meinung über das Team offen zu äußern. Schließlich wünsche sich Red Bull Fahrer mit Charakter und einer eigenen Meinung. Allerdings hätte er manche Dinge besser für sich behalten sollen.

Nach dem Rennen in Austin hatte Hadjar seinem Frust freien Lauf gelassen: "Ich habe Funkprobleme und weiß teilweise gar nicht, was los ist. Auch die Starts sind ein Albtraum. Wenn wir diese beiden Probleme beheben, könnten wir vielleicht schon auf dem Podium stehen. Die schwierigen Dinge bekommen wir hin, aber bei den einfachen hapert es."

Auch Max Verstappen war nach dem Rennen in Austin mit der Umsetzung des Teams unzufrieden. Beide Fahrer kritisierten die Strategie und wurden zudem von zwei altbekannten Schwachstellen bei Red Bull ausgebremst: Problemen mit dem Teamfunk und wiederkehrenden Schwierigkeiten bei den Starts.

Red Bull hat das Rennwochenende in Texas seitdem wie üblich ausführlich analysiert. Dabei zeigte sich, dass die Strategie tatsächlich hätte besser ausfallen können. Hadjar sieht vor allem die verpasste Einstoppstrategie als entscheidenden Punkt.

"Wir waren wahrscheinlich zu wenig offen für eine Einstoppstrategie. Wir waren überzeugt, dass die weichere Mischung besser funktioniert, und haben den Reifenverschleiß womöglich überschätzt. Damit haben wir uns in eine schwierige Situation gebracht", erklärte er auf Nachfrage von Motorsport.com.

Red Bull erkennt Fehler bei der Strategie

Diese Ausgangslage führte unter anderem zu dem Missverständnis, als Hadjar Verstappen vorbeilassen sollte. Der Franzose kam der Aufforderung des Teams auf der langen Geraden vor Kurve 12 nicht sofort nach. Das sorgte bei Verstappen kurzzeitig für Unmut. Hadjar stellte allerdings klar, dass dies keine Absicht gewesen sei.

"Ich hatte auf den Softs ein gutes Tempo und wollte deshalb nicht zu früh stoppen. Gleichzeitig wollten wir nicht, dass Max durch seine andere Strategie Zeit verliert. Das war letztlich verwirrend. Mit einer gemeinsamen Einstoppstrategie wären alle zufrieden gewesen", sagt er.

Startprobleme bleiben Red Bulls Schwachstelle

Die Erkenntnisse aus Austin kann Red Bull bereits bei den verbleibenden Rennwochenenden der Saison 2026 berücksichtigen. Mit einigen anderen Schwachstellen muss Hadjar dagegen vorerst leben. Teamchef Laurent Mekies hatte erklärt, dass sich das Startproblem nur durch Änderungen an der Hardware vollständig beheben lasse. Diese seien in diesem Jahr allerdings nicht mehr möglich.

"Bei den Starts arbeiten wir weiter an Verbesserungen. Im Vergleich zu den ersten Rennen haben wir bereits große Fortschritte gemacht, inzwischen gibt es aber immer wieder Schwankungen. Wir müssen bis Saisonende mit dem arbeiten, was uns zur Verfügung steht", sagt Hadjar.

Trotz der Schwierigkeiten sieht der Franzose sein Team grundsätzlich auf einem guten Weg. Die entscheidende Voraussetzung, nämlich ein schnelles Auto auf der Strecke, sei bereits erfüllt.

"Das Gute ist, dass wir die schwierigen Dinge bereits beherrschen: auf der Strecke schnell zu sein. Die anderen Probleme sind keine Kleinigkeiten, sondern wichtige Details, bei denen wir noch besser werden müssen."

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