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Torjäger Nicolo Tresoldi zur AC Mailand? Das wünscht sich wohl nicht nur Papa Tresoldi. Sohnemann Nicolo könnte das Vorhaben selbst erschwert haben.
Mailand – Ein Geheimtipp ist Nicolo Tresoldi schon lange nicht mehr. Genau das könnte die Erfüllung seines großen Wunsches erschweren. Auch, wenn wohl fast alle entscheidenden Parteien das gemeinsame Ziel verfolgen, den Stürmer zur AC Mailand zu bringen. Tresoldi selbst ist laut Aussage seines Vaters von Kindesbeinen an Fan der Rossoneri, und auch die Mailänder haben den 22-Jährigen laut Gazzetta dello Sport „schon seit Jahren“ auf dem Zettel.
Was also spricht gegen einen Wechsel Tresoldis von Club Brügge in die Serie A? Etwa die namhafte Konkurrenz im Milan-Sturm? Mintnichten. Zumindest dann nicht, wenn man sich auf die Informationen des italienischen Sportblattes verlässt. Denn laut der Gazzetta dello Sport habe man sich in der Modestadt schon einen Plan bereitgelegt, um sowohl den vom italienischen Verband umworbenen Angreifer als auch Goncalo Ramos im Sturm unterzubringen.
Seit Saisonbeginn werden die Mailänder von Ruben Amorim trainiert. Der ließ dort bislang nur einmal mit einer Doppelspitze spielen – beim wenig erfolgreichen 1:1 in Sassuolo. Und auch sonst ist der Portugiese nicht dafür bekannt, zwei Mittelstürmer gleichzeitig aufzubieten. Den italienischen Medien ist das egal: Sie argumentieren, dass Amorim ja gerne auf eine Abwehr-Dreierkette setze (was er wirklich tut). Mit dem Doppelsturm wird sich das dann schon irgendwie ausgehen.
Und so sind das aktuell wohl eher die klassischen Gerüchte, die dann umgehen, wenn ein Spieler sich ins Rampenlicht spielt. Da kann Papa Tresoldi noch so sehr an die Öffentlichkeit gehen und verkünden, dass das DFB-Juwel schon immer AC-Fan ist. Am Ende spielen immer mehrere Parteien im großen Transferspiel mit, von denen der Club Brügge am entscheidenden Hebel sitzt.
Denn obwohl man sich bei der Gazzetta dello Sport sicher ist, dass die AC Mailand bei Tresoldi einem „Bieterwettstreit“ vorkommen würde, stellt sich die Realität anders dar. Seit seinem Wechsel zu Brügge im Sommer 2025 zeigt Tresoldi auch in der Champions League immer wieder sein Können. Ein Geheimtipp ist er also lange nicht mehr. Und gerade auf dem derzeit hype-gesteuerten Transfermarkt dürften sich dann doch deutlich zahlungskräftigere Interessenten als die Mailänder finden.
Sollte Tresoldi also ausschließlich nach Mailand wechseln wollen, müsste er seine Leistungen etwas herunterfahren. Denn auch beim Club Brügge ist man auf Transfereinnahmen durch Spielerentwicklungen angewiesen. Je mehr dabei rausspringt, desto besser – und für die Belgier annehmbarer. Es ist nur schwer vorstellbar, dass die AC Mailand bei einem Wettbieten wirklich mit den ganz großen Playern mithalten wird können. (sch)