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Der Schweizer Cup hat seine erste Überraschung. In der zweiten Runde muss der FC Zürich die Segel streichen. Gegen den FC Aarau verliert der Stadtclub im Brügglifeld mit 0:2.
Ein Cup-Aus in der zweiten Runde – da werden Erinnerungen an die letzte Saison wach beim FCZ. Da schied man ebenfalls im Sechzehntelfinal gegen Stade Nyonnais aus. Entsprechend bedient waren die Zürcher nach der Pleite im Aargau.
«Es schmerzt, es schmerzt», resümierte Lindrit Kamberi treffend bei den Interviews. Er fühle gerade «sehr schlechte Emotionen», so der FCZ-Captain. «Wir kennen es aus der Vergangenheit. Uns war bewusst, was es heute gebraucht hätte. Trotzdem ist es uns nicht gelungen. Aarau ist der verdiente Sieger, wenn sie zwei Tore gegen einen Super-Ligisten schiessen.»
Laut Kamberi hat der FCZ hingegen kaum eine hundertprozentige Chance gehabt. Die Wahrheit ist jedoch, dass die Gäste aus der Limmatstadt oft genug vors Aarauer Tor gekommen sind – und auch genügend Abschlüsse hatten, um etwas Zählbares gegen den unterklassigen Gegner herauszuholen. Da muss sich der FC Zürich einmal mehr in der Chancenverwertung an der eigenen Nase nehmen.
Unterschätzt habe man den FC Aarau keinesfalls, so Kamberi. «In der Halbzeit haben wir gesagt: ‹Jungs, es ist nicht schlecht.› Es ist ein Cup-Fight, da kannst du nicht verlangen, dass du 4:0 oder 5:0 gewinnst.» Trotzdem habe man es am Ende nicht geschafft, die nötige Konsequenz in der Offensive zu zeigen. «Jetzt gehen wir mit gesenkten Köpfen nach Hause. Das wird eine bittere Woche.»
Mit Aarau erwischte der FCZ eines der schwierigsten Lose der Super-League-Clubs in der zweiten Cup-Runde. Rückblickend hätte sich Kamberi aber keinen anderen Gegner gewünscht. «Schon nach dem Sieg in Tuggen habe ich gesagt, dass ich lieber einen professionellen Verein als Gegner haben würde.» Weil man sich da weniger dem Niveau des Gegners anpasse, erklärte er.
«Es ist immer schwieriger, irgendwo auf Kunstrasen gegen eine Mannschaft, die nicht auf Profi-Level ist, zu spielen. Wenn du gegen die grossen Teams nicht bestehen kannst, kannst du auch nicht erwarten, es in den Final zu schaffen», so Kamberi.
Nun war der FC Aarau aus der Challenge League eine Hürde zu gross für den FCZ. Jetzt gilt es, das Cup-Schlamassel so schnell wie möglich hinter sich zu lassen und den Fokus auf die Liga zu richten. Am Samstag kommt der FC Luzern ins Letzigrund.
Nino Vinzens (nvi) arbeitet seit 2024 für 20 Minuten. Seine Expertise verteilt sich hauptsächlich auf die Sportarten Fussball, Ski Alpin und Eishockey.