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Ski-Legende schwärmt von „positiv verrückter“ Vonn

Lindsey Vonn arbeitet an einem möglichen Comeback im Ski-Weltcup. Rückendeckung bekommt sie für ihre Pläne jetzt von einer anderen Ski-Legende.

Es ist nicht einmal ein Jahr her, da jubelte Lindsey Vonn noch über ihren Sieg bei der Abfahrt in Zauchensee. Nur wenige Wochen später schien ihre Karriere tragisch zu enden. Nach ihrem Olympia-Sturz musste sie mehrere Operationen über sich ergehen lassen. Doch Vonn wäre nicht Vonn, wenn sie sich damit zufriedengeben würde. Sie arbeitet an ihrem Comeback. Was verrückt klingen mag, nennt eine Ski-Legende „positiv verrückt“.

Lindsey Vonn - 2026 - Michael Walchhofer - Ski Alpin
Michael Walchhofer begrüßt die Comeback-Pläne von Lindsey Vonn. © dpa / Michael Kappeler/dpa

„Sie ist eine Athletin, die man niemals abschreiben darf, weil sie im positiven Sinne verrückt ist und immer wieder zeigt, dass mehr möglich ist, als man zunächst glaubt“, meint Michael Walchhofer bei Eurosport. Der Österreicher weiß, wovon er spricht. Der heute 51-Jährige gewann zwischen 2004 und 2009 dreimal die Kristallkugel in der Abfahrtswertung.

Ski Alpin: Walchhofer traut Vonn wieder Weltcup-Siege zu

Er glaubt noch nicht, dass die Karriere von Vonn vorbei ist, ganz im Gegenteil. Walchhofer geht davon aus, dass die US-Amerikanerin auch wieder in der Weltspitze mitkämpfen kann: „Lindsey Vonn hat – und ich sage ganz bewusst – bis dato ihr letztes Weltcuprennen bei uns in Zauchensee gewonnen.“ Weitere Siege sind nicht ausgeschlossen. 45 Mal stand sie allein in der Abfahrt ganz oben – Rekord.

Während einige ihren Olympia-Start nur eine Woche nach einem Kreuzbandriss kritisierten, sieht Walchhofer in Vonn ein Vorbild für alle Menschen: „Davon kann sich jeder etwas abschauen: immer weitermachen und einmal öfter aufstehen, als man hinfällt. Dahinter steckt wahnsinnig viel Arbeit. So etwas passiert nicht von selbst.“

Während die Weltcup-Saison noch in diesem Monat in Sölden startet, dürfte es für Vonn erst im Dezember richtig ernst werden, was ein mögliches Comeback angeht: Dann steht in Beaver Creek der erste Abfahrtslauf der neuen Saison an. Womöglich ist die 41-Jährige, die am Sonntag (18. Oktober) Geburtstag feiert, dann auch wieder mit am Start. Vorher gönnte sie sich aber noch eine Auszeit in Südfrankreich mit ihrem Partner und Ski-Kollegen Mathieu Bailet. (phm)

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