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Stan Wawrinkas letztes Match endete mit einer Niederlage, sein Abschied in Basel aber mit Anerkennung von Spielern, die seine besten Jahre aus unmittelbarer Nähe erlebt haben. Nach dem 5:7, 6:7 gegen Jiri Lehecka beendete der 41-Jährige am Dienstag seine Profikarriere.
Der Schweizer hinterlässt drei Grand-Slam-Titel, 16 Turniersiege im Einzel und Rang drei als höchste Weltranglistenposition. Entscheidend für seinen Platz in der Tennisgeschichte ist jedoch auch, gegen wen er seine größten Erfolge errang: Wawrinka gewann seine Major-Titel mitten in einer Ära außergewöhnlich starker Konkurrenz.
Bei den Australian Open 2014 besiegte Wawrinka Novak Djokovic im Viertelfinale und Rafael Nadal im Endspiel. Ein Jahr später führte sein Weg zum Titel in Roland Garros über Roger Federer und erneut Djokovic. Auch das US-Open-Finale 2016 gewann er gegen den Serben.
Diese Ergebnisse erklären, weshalb die aktuellen Würdigungen über Höflichkeiten zu einem Rücktritt hinausgehen. Stan war für die dominierenden Spieler nicht nur ein bekannter Kollege, sondern ein Gegner, der ihnen auf den größten Bühnen Titel nehmen konnte.
Djokovic hob in einer Würdigung bei Tennis TV ausdrücklich hervor, dass Wawrinka drei unterschiedliche Grand-Slam-Turniere gewonnen habe. Alexander Zverev betonte die Gefahr, die vom Schweizer auf dessen höchstem Niveau ausgegangen sei.
Auf die Frage nach seinem Vermächtnis verwies Stan gegenüber der ATP vor allem auf seinen Einsatz: “For me, all I wanted in my career was to give everything, to have no regrets, to always fight”.
Damit beschrieb er einen Maßstab, der auch die Jahre nach den größten Erfolgen einschließt. Eine Karriere, die 2002 begann und erst mit 41 endet, lässt sich nicht ausschließlich an den drei gewonnenen Major-Endspielen ablesen. Das Weiterkämpfen und der Versuch, konkurrenzfähig zu bleiben, gehörten für ihn ebenfalls dazu.
Sein letztes Ergebnis passt zu einem Abschied, bei dem er noch zwei umkämpfte Sätze absolvierte. Lehecka gewann, aber Stan trat nicht nur für eine Zeremonie auf den Platz.
Carlos Alcaraz erinnerte daran, dass Stan während seiner Verletzung nach seinem Befinden gefragt habe. Diese persönliche Aufmerksamkeit ergänzt das Bild des druckvollen, kompromisslosen Gegners, das viele Fans mit dem Schweizer verbinden.
In Basel kamen beide Seiten zusammen: der Spieler, der über Jahre die Besten herausforderte, und der Kollege, dessen Verhalten auch jüngeren Profis in Erinnerung bleibt. Die Niederlage beendet seine aktive Laufbahn. Sie verändert nicht, warum gerade seine früheren Rivalen so deutlich erklären können, welchen Unterschied er auf dem Court machte.