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Rund einen Monat vor dem Start in die neue Biathlonsaison ist das Loop One Festival für acht deutsche Athleten ein Härtetest. Bei dem drei Mitfavoriten an den Start gehen und ein wichtiger Vergleich ansteht.
München – Am 26. November beginnt der neue Winter im Biathlon. Rund einen Monat vorher wird die Saison mit dem Loop One Festival in München offiziell eröffnet. Dabei schickt die deutsche Mannschaft ihre Topathleten in den Olympiapark und hat neben drei Mitfavoriten auch offene Fragen im Gepäck.
Im Gegensatz zum Vorjahr sind beim Loop One Festival im Olympiapark zwei statt nur einem Wettkampftag angesetzt. Zudem nahm die deutsche Mannschaft nicht am Blinkfestival in Norwegen teil. Internationale Vergleichsmöglichkeiten gab es nur beim City-Biathlon in Dresden, der im Vergleich zum Loop One Festival aber deutlich kleiner ist und pro Geschlecht nur zehn Athleten aufbietet.
Am 17. und 18. Oktober gehen bei den Damen und Herren je 60 Teilnehmer an den Start. Viele Topstars der Szene sind mit dabei, die deutsche Mannschaft hat endlich klare Referenzwerte, wie insbesondere läuferische Parameter aus der Vorbereitung mit der Konkurrenz vergleichbar sind.
Es wird zwar noch immer auf Skirollern gelaufen und der Formaufbau ist gezielt auf den Saisonstart im November ausgerichtet. Dennoch lassen die Renntage im Olympiapark Erkenntnisse auf den kommenden Winter zu. Im Vorjahr siegten der spätere Gesamtweltcupsieger Eric Perrot und die spätere Olympiasiegerin Lisa Vittozzi.
Die deutsche Mannschaft ist mit acht Athleten in München vertreten. Die sechs Fixstarter für den Weltcupstart in Kontiolahti sind mit dabei. Janina Hettich-Walz, Julia Tannheimer und Vannesa Voigt bei den Damen und Philipp Nawrath, Philipp Horn und Justus Strelow bei den Herren werden mit Lucas Fratzscher und Johanna Puff ergänzt.
Aufgrund der Eindrücke der Deutschen Meisterschaft im September und des City-Biathlons im August dürfen sich die Fans im Olympiapark Hoffnungen machen. Hettich-Walz räumte bei den nationalen Titelkämpfen alle drei Titel ab und ist eine ausgewiesene Spezialistin auf Skirollern. Sie zählt beim Loop One Festival zum Favoritenkreis.
Das gilt auch für Philipp Horn und Justus Strelow. Horn holte bei den Deutschen Meisterschaften Gold im Einzel und im Verfolger, im Sprint gewann er Silber. Horn glänzte dabei mit außergewöhnlich guten Laufzeiten. „Mir liegt das Laufen auf Skirollern und Asphalt einfach gut. Ich bin ein eher kräftiger Athlet. Auf dem Roller ist Kraft gleich Vortrieb. Das ist auf Schnee nicht immer der Fall und sicherlich ein Vorteil“, sagte der Thüringer im Interview mit chiemgau24.de am Rande der Deutschen Meisterschaft.
Strelow siegte beim City-Biathlon im August und belegte im Vorjahr den dritten Platz beim Loop One Festival. Der Sachse ist ein hervorragender Schütze, was beim Loop One Festival von großer Bedeutung ist. Die Runden im Olympiapark sind mit 1,8 Kilometern vergleichsweise kurz, zudem ist die Strafrunde nur 60 statt der üblichen 150 Meter lang. Umso wichtiger ist die Performance am Schießstand. (Quelle: chiemgau24.de, truf)