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Alexander Zverev (29) ist nicht gut auf Senior-Tennis-Profi Boris Becker (58) zu sprechen. Bei einer Pressekonferenz nach seinem frühen Ausscheiden beim Masters-Turnier in Paris teilte der Sportler laut RTL kräftig gegen Boris aus. Dabei bezog er sich auf Aussagen, die Boris einige Tage zuvor gemacht hatte: Boris hatte behauptet, Alex sei in Deutschland unbeliebt und würde mit den Journalisten falsch umgehen. Der Tennisprofi findet dafür deutliche Worte: "Ich glaube, dass er wie immer relativ viel Blödsinn erzählt." Außerdem sagte er: "Ich weiß nicht, was bei ihm gerade vorgeht, aber ich habe so das Gefühl, dass er alles kommentieren muss, was ich mache. Ich glaube, dass er momentan nach allem sucht, um mich ein bisschen runterzumachen. Kann er machen, ist seine Wahl."
Boris hatte behauptet, dass die Zuschauer bei Alex' vergangenen Spielen zum Großteil zu dessen Gegnern gehalten hätten. Alex hat die Stimmung seiner Zuschauer allerdings ganz anders in Erinnerung. "Ich fand, dass in Paris 70 Prozent der Leute für mich waren", erklärte er mit Blick auf die French Open. Das Wimbledon-Finale gegen Jannik Sinner (25) habe er als "relativ 50:50" empfunden. Einzig bei den US Open seien die Fans klar auf der Seite seines amerikanischen Kontrahenten Ben Shelton gewesen. Das schreibt er aber dem Heimvorteil von Shelton zu, denn angeblich könne "jeder dastehen und das Stadion würde gegen einen sein".
Boris kennt Alexander nicht nur aus der Ferne: Zwischen 2017 und 2021 war die Tennisikone als Head of Men's Tennis beim Deutschen Tennis-Bund tätig und arbeitete in dieser Zeit eng mit ihm zusammen. Gegenüber dem Spiegel bezeichnete der sechsfache Grand-Slam-Sieger ihre Beziehung als "Tough Love" mit Hochs und Tiefs. Neben aller Kritik fand er in dem Interview auch lobende Worte. Privat habe er Alexander als charmant und witzig kennengelernt. Allerdings wirke er oft schroff und "nicht gerade freundlich" in den deutschen Medien. Boris sei Alexander gegenüber nicht unfreundlich gestimmt und wünsche ihm Erfolg. Vor einigen Wochen hat Alexander die Spitze der Weltrangliste übernommen – als erster deutscher Spieler seit Boris Becker.