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Im Sommer gehört Talea Prepens zu den schnellsten Sprinterinnen Deutschlands, im Winter schiebt sie den Zweierbob auf höchstem Niveau an: In der 55. Episode des OM-Medien-Sportpodcasts „Auszeit“ spricht sie mit Moderator Til Bettenstaedt über ihren Sportlerinnen-Alltag, der außergewöhnlicher kaum sein könnte.
Die meisten Interessierten dürften die 24-Jährige als erfolgreiche Leichtathletin des TV Cloppenburg kennen. Vor allem über die 200-Meter-Distanz – ihre Lieblingsdisziplin – holte sie im Laufe ihrer Karriere schon etliche Medaillen. Einer ihrer größten Erfolge im Nachwuchsbereich: Gold bei der U18-WM in Kenia. Auch bei den Frauen läuft es: In diesem Jahr holte sie Silber bei den Deutschen Meisterschaften.
Doch längst hat sich Prepens auch im Wintersport einen Namen gemacht. Als Anschieberin im Bob startete sie im Februar bei den Olympischen Winterspielen in Cortina d’Ampezzo – und landete dort mit Pilotin Kim Kalicki auf einem starken vierten Platz.
In dem gut 40-minütigen Podcast, der ab sofort auf allen gängigen Plattformen verfügbar ist, berichtet die Cloppenburgerin, wie es überhaupt zum Quereinstieg in den Bobsport kam. Als sie ein Trainer aus Magdeburg darauf ansprach, dachte sie: „Ich möchte am Ende nichts bereuen. Ich wollte es zumindest versucht haben.“ Inzwischen ist klar: Es war die richtige Entscheidung. „Ich bin super happy, dass ich diesen Schritt gegangen bin.“
Aktuell steckt die Cloppenburgerin schon wieder mitten in der Vorbereitung auf die neue Bob-Saison. In einem ersten Anschubtest in Magdeburg ließ sie kürzlich alle anderen hinter sich. Jetzt richten sich die Blicke auf die internen Qualifikationsrennen. Dort entscheidet sich, ob es für sie in den Welt- oder Europacup geht. Auch die Weltmeisterschaften in Lillehammer Anfang kommenden Jahres sind ein potenzielles Ziel.
In der „Auszeit“ verrät Talea Prepens, wie sehr sich ihre beiden Sportarten gegenseitig beeinflussen. Der Bobsport habe ihr in der Leichtathletik durchaus geholfen, sagt sie. „Für die Beschleunigung konnte ich einiges mitnehmen.“ Gerade auf den ersten Metern habe sie Fortschritte gemacht.
Darüber hinaus gewährt die 24-Jährige Einblicke hinter die Kulissen des Spitzensports: in die mentale Vorbereitung, Dopingkontrollen am frühen Morgen und die oft unterschätzte Materialarbeit im Bobsport. Denn anders als viele glauben, beginnt der Wettkampf nicht erst am Startblock oder am Eiskanal. „Wir Athletinnen sind selbst für Transport, Vorbereitung und Kontrolle des Materials verantwortlich.“
Natürlich blickt Talea Prepens auch auf die Olympischen Winterspiele zurück. „Auch wenn wir Bronze knapp verpasst haben, wir sind Vierter bei Olympia geworden – das sollte man feiern.“ Zudem spricht die Cloppenburgerin über ihren Weg in die Leichtathletik, das Training mit ihrem Vater, ihren Verbleib beim TVC, ihr Masterstudium in Hörtechnik und Audiologie – und über ihre großen Ziele. „Das absolute i-Tüpfelchen wäre natürlich, Olympische Spiele in der Leichtathletik bestreiten zu dürfen.“ tib
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